Online-Geschäftsbericht
2013/2014
Expansion
fördern.
Kontinuität
sichern.
Wir machen starke Unternehmen stärker.

50 Jahre DBAG

Magazin Foto

Der Börsengang 1985  war ein historischer Schritt, der zahlreichen Privatanlegern erstmals den Zugang zur Anlageklasse Private Equity eröffnete.

Magazin

Das neue Angebot fand rasch Nachfrage: Die Eberle-Werke, ein Familienunternehmen in Nürnberg, waren 1966 die dritte Beteiligung nach der Gründung der DBG ein Jahr zuvor.

1965–2015

Seit nunmehr 50 Jahren stärken wir erfolgreiche mittelständische Unternehmen, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, mit privatem Beteiligungskapital. Wir haben seit unserer Gründung 1965 als Deutsche Beteiligungsgesellschaft mbH und ab 1985 als Deutsche Beteiligungs AG zahlreichen Erfolgsgeschichten den Weg bereitet. Wir konnten weitsichtigen Unternehmern und einsatzfreudigen Managern helfen, den nächsten Evolutionsschritt in der globalisierten Welt zu vollziehen. Zugleich haben wir damit das Beteiligungsgeschäft in Deutschland entwickelt und geprägt. Und dies zum Nutzen aller: unserer Gesellschafter und Aktionäre, unserer Partner auf Unternehmensseite und nicht zuletzt der Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland.

 


 

1965
IST PRIVATES BETEILIGUNGSKAPITAL IN DEUTSCHLAND EIN NOVUM.

Was am 23. September 1965 als Gründung der Deutschen Bank unter dem Namen „Deutsche Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH“ (DBG, kurz nach ihrer Gründung in Deutsche Beteiligungsgesellschaft mbH umbenannt) seinen Anfang nimmt, kann man aus heutiger Sicht als wegweisend betrachten. Denn auch wenn sich die ersten konkreten Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen damals noch in Größenordnungen von 0,5 bis 2,5 Millionen DM bewegen, stellt dies doch etwas völlig Neues und Zukunftsweisendes im deutschen Finanz- und Kapitalmarkt der sechziger Jahre dar. Die Bundesrepublik Deutschland ist als politisch und wirtschaftlich stabiler Staat etabliert. In der Folge des Wirtschaftswunders herrscht Vollbeschäftigung. Der Wohlstand nimmt zu. Nicht zuletzt, weil die große Zahl mittelständischer, oft in Familienbesitz befindlicher Unternehmen deutschen Produkten unter dem Siegel des „Made in Germany“ wieder Weltgeltung verschaffen. Manche von ihnen können ihr Wachstum jedoch nur begrenzt aus klassischen Kapitalquellen finanzieren. So entsteht die Idee, eine Gesellschaft zu gründen, um diesen Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung zu stellen.

Magazin

Ludwig Erhardt, Wirtschaftsminister und später zweiter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, gilt als Vater des Wirtschaftswunders.

Pionierarbeit ohne wirkliche Vorbilder

In den Anfangsjahren der Private-Equity-Finanzierung gibt es kaum Vorbilder, an denen sich eine Beteiligungsgesellschaft wie die DBG orientieren kann. Zwei nahezu zeitgleich mit der DBG gegründete Beteiligungsgesellschaften finanzieren im Rahmen einer stillen Teilhaberschaft bereits etablierte mittelständische Unternehmen. Damit sind sie dem traditionellen Kreditgeschäft von Banken noch sehr ähnlich; sie scheiden jedoch schon wenig später wieder aus dem noch jungen Markt aus. Die DBG muss ihren eigenen Weg finden. Die Ziele liegen klar auf der Hand: Die Eigenkapitalstruktur der vorwiegend mittelständischen Unternehmen verbessern und Wachstum generieren, einerseits durch die Stärkung von Innovationskraft und Wettbewerbsvorteilen des jeweiligen Unternehmens und andererseits durch das Erzielen einer angemessenen Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Magazin

500.000
bis
2.500.000
DEUTSCHE MARK

Durchschnittliche Beteiligungshöhe in mittelständische Unternehmen zu dieser Zeit

Magazin

Private-Equity-finanzierte Unternehmen in Deutschland (2013˜, gegliedert nach Jahresumsatz) Quelle: PEREP Analytics. Berücksichtigt wurden nur Unternehmen mit bekannter Umsatzgröße (377 Unternehmen)

 

HEUTE WIRD SEIN VOLKSWIRTSCHAFTLICHER NUTZEN LÄNGST VERSTANDEN.

Eine starke Idee hat sich durchgesetzt

Heute, ein halbes Jahrhundert später, haben in Deutschland ansässige
Beteiligungsgesellschaften Kapital von rund 37 Milliarden Euro in knapp 6.000 überwiegend deutsche Unternehmen investiert. Der Umsatz Private-Equity-finanzierter Unternehmen entspricht 8,2 Prozent des deutschen Bruttosozialprodukts. Dies verdeutlicht die volkswirtschaftliche Bedeutung von Private Equity. 50 Jahre nach dem Markteintritt hat es sich in der deutschen Wirtschaft etabliert und ist unverzichtbar geworden. Wo die Kapitalkraft der Eigentümer oder die Selbstfinanzierung durch Unternehmensgewinne nicht ausreichen, um die nächste Evolutionsstufe im globalisierten Markt zu erklimmen, sind die DBAG und ihre Mitbewerber gefragt. Zum Nutzen der gesamten Volkswirtschaft.

Denn auch das zeigen die Zahlen: Mehr als 90 Prozent der 2013 mit Private Equity finanzierten Unternehmen in Deutschland liegen in der Kategorie „unter 500 Millionen Euro Jahresumsatz und weniger als 1.000 Beschäftigte“ – Private Equity, vor allem wenn es aus Deutschland kommt, finanziert den deutschen Mittelstand.

Magazin



Rund
10.000.000
EURO

Durchschnittliche Beteiligungshöhe in MBOs heutzutage an der Seite des DBAG Fund VI

Magazin

Entwicklung des durch die DBAG beratenen / verwalteten Vermögens von  1965 bis 2013/2014

Magazin

Die Ölkrise trifft Deutschland weitgehend unvorbereitet und legt den Grundstein für mehr Energieeffizienz

 

1975
FÜHRTE DAS DEUTSCHE KAPITALBETEILIGUNGSGESCHÄFT EIN NISCHENDASEIN.

In den siebziger Jahren ist das Umfeld für das Kapitalbeteiligungsgeschäft eher ungünstig: Der Schock der beiden Ölkrisen von 1974 und 1979 lastet auf der Wirtschaft. Die Ölpreiserhöhungen verteuern die Warenproduktion und schlagen auch auf bis dato robuste mittelständische Unternehmen durch. Nichtsdestotrotz ist deren guter Ruf ungebrochen. Auch international. Angloamerikanische Private-Equity-Gesellschaften wollen die Gunst der Stunde nutzen und bemühen sich um den Markteintritt in Deutschland. Das wirtschaftliche und das gesellschaftliche Klima mit seiner kritischen Einstellung gegenüber Unternehmertum und Gewinnstreben steht dem jedoch ebenso entgegen wie die staatliche Konkurrenz mit an hohe Auflagen gebundenen, subventionierten Beteiligungen aus dem ERP-Beteiligungsförderungsprogramm. Es gelingt keinem der ausländischen Unternehmen, im deutschen Beteiligungsgeschäft Fuß zu fassen. Knapp 420 Millionen DM beträgt Ende 1975 das Volumen des deutschen Beteiligungsmarktes – mit rund 18 Prozent Marktanteil ist die DBG Marktführer unter den deutschen Kapitalbeteiligungsgesellschaften.

Dass die Eigenkapitalausstattung deutscher Unternehmen trotz wirtschaftlichen Aufschwungs seit Jahren rückläufig ist, ruft in den frühen achtziger Jahren die Politik auf den Plan. Mit dem Ziel, die Aufnahme von Eigenkapital durch Unternehmen zu erleichtern, wird das „Gesetz über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften“ (UBGG) auf den Weg gebracht. In ihm wird erstmals die Tätigkeit von Unternehmensbeteiligungsgesellschaften geregelt. Die Außenfinanzierungsmöglichkeiten nicht börsennotierter mittelständischer Unternehmen sollen verbessert werden.

Magazin

Private Equity sichert Erträge und schafft Arbeitsplätze. Bei Übernahmen ermöglichen Synergien hingegen immer wieder den Abbau von Arbeitsplätzen.

 

HEUTE IST DIE DBAG ALLEIN MIT MEHR KAPITAL INVESTIERT ALS EINST DER GANZE MARKT.

1,3 Milliarden Euro beratenes und verwaltetes Vermögen

Heute stehen deutsche mittelständische Unternehmen ganz weit oben auf den Wunschzetteln internationaler Private-Equity-Gesellschaften. Gemessen am Beteiligungsvolumen hat sich der deutsche Markt kräftig entwickelt – und mit ihm die Deutsche Beteiligungs AG: Zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2013/2014 weist die DBAG 1,3 Milliarden Euro beratenes und verwaltetes Vermögen aus, bei einem Portfolio von 19 Beteiligungen. Partner sind aufgeschlossene, aber auch anspruchsvolle Manager und Familienunternehmer, die von ihrem Finanzinvestor nicht nur Eigenkapital erwarten, sondern unternehmerisches Know-how, ein erstklassiges Netzwerk und ein tiefgreifendes Verständnis für ihre Produkte und Märkte.

Es ist unübersehbar: Über die Jahre hat sich ein fundamentaler Erkenntniswandel vollzogen. Heute wird die Funktion der Beteiligungsgesellschaften, eine Quasi-Börse zu schaffen, verstanden. Diese steht als Kapitalmarkt zur Verfügung, wenn Familien sich von ihren Unternehmen trennen wollen, Konzerne das Interesse an Randgeschäften verlieren oder um Wachstum zu finanzieren. Denn nicht alle Geschäftsmodelle können an die Börse gebracht werden. Wenn dann nicht Finanzinvestoren zur Verfügung stünden, blieben im Wesentlichen nur Wettbewerber dieser Unternehmen als potenzielle Käufer übrig. Sie suchen „Synergien“ – aus zwei Vertriebsmannschaften wird eine, von zwei Forschungsabteilungen ist eine überflüssig, und in großem Stil investiert es sich im Ausland ohnehin leichter. Weil das als Perspektive nicht immer akzeptiert wird, eröffnen sich Investitionsmöglichkeiten für Unternehmen wie die DBAG, die heute mit der Erfahrung aus mehr als 300 Beteiligungen im deutschen Mittelstand zu den führenden deutschen Beteiligungsgesellschaften zählt.

Magazin

Der Mauerfall  1989 setzt auch wirtschaftlich einiges in Bewegung.

Magazin

Ein historischer Moment: Der Börsengang der DBAG 1985   macht Private Equity für Privatanleger zugänglich.

 

1985
GILT BÖRSENNOTIERTES BETEILIGUNGSKAPITAL ALS WAGNIS.

Inmitten der Boomphase der achtziger Jahre entscheiden sich Aufsichtsrat und Unternehmensleitung der DBG zu handeln. Schon länger hat man in der Geschäftsführung Überlegungen zur zukünftigen Finanzierung des Beteiligungsgeschäfts am Kapitalmarkt angestellt. Nun ist der Zeitpunkt gekommen: Am 10. Dezember 1984 wird die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) gegründet. Ausgestattet mit 60 Millionen DM Eigenmitteln und den nach Rentabilitäts- und Wachstumschancen attraktivsten Beteiligugen aus dem DBG-Portfolio geht die DBAG als erste deutsche „Unternehmensbeteiligungsgesellschaft“ im Sinne des UBGG an die Börse: Der erste Kurs wird am 19. Dezember 1985 festgestellt. Der Zeitpunkt ist gut gewählt. 1985 überschreitet das Geschäftsvolumen der Beteiligungsbranche in Deutschland erstmals die Eine-Milliarde-DM-Marke. Das Wachstum der gesamten Branche nimmt Fahrt auf, befördert zum einen durch die wirtschaftlich sehr positive Entwicklung in den achtziger Jahren und zum anderen durch die Effekte der Wiedervereinigung gegen Ende der Dekade.

Seit 30 Börsenjahren gefragt und erfolgreich

Als Exot auf dem Kurszettel entwickelt sich die DBAG in den Folgejahren kontinuierlich zu einer Perle in den Depots zahlreicher privater und institutioneller Anleger. Bis heute ist der Kauf einer Aktie der DBAG die einzige Möglichkeit, dem eigenen Wertpapierportfolio einen deutschen Prime-Standard-Wert beizumischen, der mit dem Wertsteigerungsansatz eines Private-Equity-Investors in die erfolgversprechendsten nicht börsennotierten Unternehmen des deutschen Mittelstands investiert. Und das gemäß belastbaren Kriterien und auf der Grundlage klarer, nachvollziehbarer Zielvorstellungen. Private Equity zum Preis einer Aktie und damit auch für Privatanleger zugänglich.

Gewöhnlich ist ihnen der Zugang zu dieser Anlageklasse nämlich verschlossen: Private-Equity-Fonds, über die institutionelle Anleger ihre Kapitalallokation vornehmen, haben Mindestanlagebeträge, die nur wenige Privatanleger aufbringen können.

Magazin

LPEQ, die Vereinigung  18 an verschiedenen europäischen Handelsplätzen börsennotierter Private-Equity-Gesellschaften, und die LPX Group als Finanzdienstleister im Bereich alternative Anlageklassen unterstützen das Private-Equity-Geschäft mit Analysen, Indizes und börslich gehandelten Fonds.

 

HEUTE BEREICHERT DIE DBAG-AKTIE DAS DEPOT ZAHLREICHER ANLEGER.

Wichtiger Baustein für ein diversifiziertes Private-Equity-Portfolio

Weltweit gibt es rund 250 börsennotierte Private-Equity-Gesellschaften – die meisten davon in Europa. Sie haben unterschiedliche Investitionsstrategien: Sie investieren entweder direkt oder wiederum selbst in geschlossene Private-Equity-Fonds, bevorzugen bestimmte Branchen, Länder, Unternehmensgrößen oder Investitionsphasen. Mit einer Auswahl dieser Aktien kann man deshalb ein diversifiziertes Private-Equity-Portfolio zusammenstellen – diversifiziert unter anderem hinsichtlich der geografischen Verteilung, der Private-Equity-Investmentstile (Buy-out, Venture Capital oder Wachstumsfinanzierungen) und der Finanzierungsformen (Eigenkapital oder Mezzanine). Anders als bei geschlossenen Fonds investiert der Anleger mit dem Kauf einer Private-Equity-Aktie in ein bestehendes Portfolio. Er kann das Engagement jederzeit wieder beenden oder auch unbegrenzt investiert bleiben. Wie für andere Segmente des Aktienmarktes gibt es auch für börsennotiertes Private Equity offene Investmentfonds oder börsengehandelte Fonds (sogenannte ETFs – exchange-traded funds); an den Börsen werden Indizes für „Listed Private Equity“ berechnet. 30 Jahre nach ihrem Börsengang ist die Aktie der Deutschen Beteiligungs AG in etliche solcher Fonds, ETFs und Indizes einbezogen.

Magazin

Wertenwicklung der DBAG-Aktie seit dem Börsengang am 19. Dezember 1985  (=100); bis zum ˜31. Oktober 2014 ergibt sich eine jährliche Wertsteigerung um rund 9,6 Prozent.

Magazin

Management-Buy-outs sichern die Zukunft mittelständischer Unternehmen.

Magazin

Anfang des neuen Jahrtausends veranlassen Veränderungen der Regulierung Banken dazu, sich von eigenem Private-Equity-Geschäft zu trennen.

 

1995
KÖNNEN NUR WENIGE MANAGER UNTERNEHMENSANTEILE ERWERBEN.

Die neunziger Jahre sind nach dem Fall von Mauer und Eisernem Vorhang geprägt durch die enormen wirtschaftlichen Anstrengungen zum Wiederaufbau der neuen Bundesländer. Auch für die DBAG brechen damit eine neue Zeit und das bis dahin aufregendste Jahrzehnt ihrer Geschichte an. Die Folgen des Mauerfalls wirken bis tief in die mittelständische Wirtschaft hinein. Hinzu kommen die Europäisierung und die beginnende Globalisierung. Konzernstrukturen ändern sich, Split-offs und Spin-offs nehmen zu, der Bedarf für Management-Buy-outs (MBOs) steigt im Zuge des Generationswechsels in Familienunternehmen. Zudem zeichnet sich ab, dass sich die Anforderungen an die Kreditwürdigkeit insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen verschärfen werden – was Jahre später, 2004, zu den als „Basel II“ bekannten Regelungen führen wird. Auch hieraus ergeben sich neue Chancen im Private-Equity-Geschäft.

Strategische Konsequenzen eines bewegten Jahrzehnts

Diese Umwälzungen bieten angestellten Managern die Chance, zu Unternehmern zu werden – mithilfe eines Finanzinvestors, der das MBO finanziert. Etwa ab Mitte der neunziger Jahre nimmt das Interesse an MBOs deutlich zu. Die Öffnung des deutschen Kapitalmarktes hat Private Equity hierzulande populärer gemacht. Die Nachfrage ist erheblich gewachsen. Die DBAG ist einer der ersten deutschen Finanzinvestoren, die dies erkennen und den als Buy-out strukturierten Unternehmenserwerb zum Bestandteil ihrer Strategie machen. Mit der Konzentration auf deutsche Unternehmen in traditionellen Sektoren des Mittelstands, die über außergewöhnliches Entwicklungspotenzial verfügen, legt die DBAG den in den Grundzügen bis heute geltenden Rahmen für ihre Tätigkeit fest. Es zahlt sich aus. Bis zur Jahrtausendwende hat sich im Jahrzehnt des Wachstums das Portfoliovolumen der DBAG-Gruppe auf rund 500 Millionen Euro verfünffacht.

Magazin

Management-Buy-outs, Mehrheitsbeteiligungen gemeinsam mit dem Management der Unternehmen, dominieren inzwischen das Portfolio der DBAG.

 

HEUTE FINANZIERT DIE DBAG MBOs ALS FÜHRENDER DEUTSCHER BUY-OUT-INVESTOR.

MBOs als attraktive Beteiligungsform

Nicht zuletzt dieser wichtigen Weichenstellung in den neunziger Jahren ist es zu verdanken, dass die heutige DBAG als bevorzugter Partner des Mittelstands etabliert ist und sich als einer der führenden deutschen Buy-out-Investoren profilieren konnte.

Seit 1995 hat die DBAG in Deutschland 31 Management-Buy-outs strukturiert. 21 dieser Beteiligungen sind inzwischen beendet worden, die weitaus meisten davon mit großem Erfolg – für das jeweilige Unternehmen, aber auch für Investoren und Aktionäre der DBAG. Das in die bereits beendeten MBOs investierte Kapital wurde mehr als verdoppelt. Bei einer durchschnittlichen Haltedauer von weniger als fünf Jahren entspricht ein solcher (Brutto-)Kapitalmultiplikator von 2,9 einer attraktiven Rendite. Das Wissen um die vielfältigen Details eines erfolgreichen MBOs, das die DBAG in all diesen Jahren erworben hat, wird auch in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität und Ertragsstärke der DBAG und ihrer Aktie leisten.

Magazin

Magazin

Übersicht der DBAG-Fonds

 

2005
WIRD DAS AUFLEGEN VON FONDS IMMER GÄNGIGER.

Dank ihrer soliden Aufstellung übersteht die DBAG die Crash-Jahre zu Beginn des neuen Jahrtausends glimpflich. Nicht in allen Geschäftsjahren erwirtschaftet sie ein positives Konzernergebnis. Dank ihrer Investitions- und Finanzierungsdisziplin gelingt es ihr aber, ihre Portfoliounternehmen durch diese Krise zu führen. Auch im schlechtesten Jahr erzielt sie beachtliche Veräußerungsgewinne; eine vergleichsweise solide Eigenkapitalbasis tut das Übrige.

Banken, einst die Gründer der Beteiligungsgesellschaften, wollen Private Equity wegen dessen brancheneigener Volatilität in Übertreibungsphasen an den Börsen wie zur Jahrtausendwende nicht mehr in ihrer Bilanz führen. Hinzu kommen regulatorische Veränderungen, die aus Bankensicht Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften weniger attraktiv erscheinen lassen. Die Deutsche Beteiligungs AG ist auf diese Herausforderung bereits vorbereitet. Von jeher sind die Beteiligungen entweder ausschließlich über Fonds oder – nach Gründung der DBAG – als Co-Investment mit Fonds eingegangen worden. 2002 hatte die DBAG einen Fonds aufgelegt, unter dessen Gesellschaftern erstmals nicht nur Aktionäre der DBAG oder Gesellschafter der DBG waren. Die Deutsche Bank steuert zu diesem DBAG Fund IV nur noch 13 Prozent der Investitionszusagen bei. Letztmalig, denn am DBAG Fund V, der 2006 aufgelegt wird, beteiligt sie sich gar nicht mehr. 2007 veräußert sie auch den verbliebenen Anteil von 15 Prozent der DBAG-Aktien.

Die DBAG benötigt zu diesem Zeitpunkt längst keine starke Mutter mehr. Sie ist erwachsen und selbstständig und steht zunehmend nicht mehr nur auf dem einen Bein der direkten Beteiligung. Mit der Verwaltung und Beratung geschlossener Private-Equity-Fonds institutioneller Investoren hat sie nicht nur eine zweite Finanzierungsquelle für sich erschlossen, sondern auch eine zweite Ertragssäule aufgebaut. Wachsende Fondsvolumina zeugen ebenso vom Erfolg der DBAG wie die Verbreiterung des Produktangebots um einen Fonds für Wachstumsfinanzierungen, der 2011 aufgelegt wird. Der DBAG Fund VI ist 2012 mit einem Volumen von 700 Millionen Euro der größte Buy-out-Fonds einer deutschen Private-Equity-Gesellschaft.

Magazin

Alle Investitionsentscheidungen der Deutschen Beteiligungs AG werden am Hauptsitz in Frankfurt am Main getroffen, unweit der Frankfurter Wertpapierbörse.

Magazin

Jährliche Rendite der Anlageklassen über den Zehn-Jahres-Zeitraum 2004 bis ˜2013, basierend auf jeweils vergleichbaren Zahlungsströmen und unter Berücksichtigung der Anfangsund Endwerte der genannten Private-Equity-Fonds.

Quelle: „2013 Pan-European Private Equity Performance Benchmarks Study“, European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA), Brüssel, Juni 2014 (Seite 21)

 

HEUTE
MACHEN SIE UNS ZUM GRÖSSTEN DEUTSCHEN FONDSBERATER.

Nur die Besten sind gut genug

Rund 4.000 nicht börsennotierte Unternehmen des deutschen Mittelstands bilden das Anlageuniversum, in dem die DBAG neue Kandidaten für ihr Portfolio finden kann. Dafür stehen ausreichend Finanzmittel zur Verfügung – insgesamt 800 Millionen Euro aus der eigenen Bilanz und aus Investitionszusagen der Fondsinvestoren (31. Oktober 2014). Und ein Investmentteam, das zu den größten und erfahrensten im Markt zählt.

Das Netzwerk der DBAG ist einzigartig, und ihr wirtschaftlicher Erfolg spricht mit einer Eigenkapitalrendite von 15,3 Prozent im Durchschnitt der vergangenen zehn Geschäftsjahre für sich. Die „Heuschrecken“-Debatte, die im April 2005 aufkam, gab der DBAG zudem die Möglichkeit, sich abzugrenzen: Die Börsennotierung verschafft ihr einen im Maßstab der Private-Equity-Branche außergewöhnlich hohen Grad an Transparenz für Unternehmer und Geschäftsführer im Mittelstand, für Aktionäre und Geschäftspartner sowie für andere, die sich für das Geschäft der DBAG interessieren. So wird nachvollziehbar, dass Unternehmen aus dem Portfolio eines Finanzinvestors gut aufgestellt sind, um den nächsten Entwicklungsschritt zu vollziehen. Vergleiche mit börsennotierten Unternehmen oder solchen in Familienbesitz zeigen immer wieder, dass mit Private Equity finanzierte Unternehmen stärker wachsen, eine klarere Strategie verfolgen, eine bessere Finanzierungsstruktur aufweisen und nicht zuletzt Arbeitsplätze sichern und neue Jobs schaffen. Gute Aussichten für weitere erfolgreiche Dekaden in der Geschichte der Deutschen Beteiligungs AG. Und ein Beleg für die Weitsicht jener, die vor 50 Jahren den Grundstein für das institutionalisierte private Beteiligungskapital legten.