Online-Geschäftsbericht
2013/2014
Expansion
fördern.
Kontinuität
sichern.
Wir machen starke Unternehmen stärker.

Allgemeine Angaben

1. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT DES KONZERNS

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) legt geschlossene Private-Equity-Fonds („DBAG-Fonds“) auf für Investitionen in Eigenkapital oder eigenkapitalähnliche Instrumente an vorwiegend nicht börsennotierten Unternehmen. Mit dem eigenen Vermögen geht sie als Finanzinvestor Beteiligungen als Co-Investor an der Seite dieser Private-Equity-Fonds ein. Als Co-Investor und Fondsmanager („Berater“) liegt ihr Investitionsschwerpunkt auf dem deutschen Mittelstand. Erträge erzielt sie aus der Fondsverwaltung und -beratung sowie aus der Steigerung des Wertes der Unternehmen, an denen sie sich beteiligt hat. Die Konzerngesellschaften sind im selben Geschäft tätig oder üben unterstützende Funktionen aus.

Der Sitz der Deutschen Beteiligungs AG befindet sich in der Börsenstraße 1, 60313 Frankfurt am Main, Bundesrepublik Deutschland.

2. GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Konzernabschluss der Deutschen Beteiligungs AG zum 31. Oktober 2014 steht im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der Europäischen Kommission zur Anwendung in der Europäischen Union freigegeben sind. Ebenfalls angewendet wurden die für den Konzernabschluss verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich wurden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Der Konzernabschluss stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend dar. Dazu erfolgt eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Auswirkungen der Geschäftsvorfälle, sonstiger Ereignisse und Bedingungen gemäß den im IFRS-Rahmenkonzept enthaltenen Definitionen und Erfassungskriterien für Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen.

Der Konzernabschluss der Deutschen Beteiligungs AG umfasst die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung, die Konzernbilanz, die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie diesen Konzernanhang.

Der Konzernabschluss entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1.

Gegenüber dem jüngsten Konzernabschluss zum 31. Oktober 2013 (vgl. hier ff.) verzichten wir auf die Vorlage einer gesonderten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und zeigen stattdessen den „Gewinn oder Verlust“ innerhalb der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Hierdurch soll die Darstellung des Periodenerfolgs des Konzerns klarer und übersichtlicher werden. Eine Änderung der in vorangegangenen Perioden ausgewiesenen Beträge oder des Ergebnisses je Aktie in Euro (verwässert und unverwässert) ist damit nicht verbunden.

Das Konzernergebnis ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um Informationen zu liefern, die für das Geschäft der DBAG als Private-Equity-Gesellschaft relevant sind, wird anstelle von Umsatzerlösen das Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft ausgewiesen. Die Erträge aus der Fondsverwaltung und -beratung von 21.736 Tausend Euro (Vorjahr: 18.889 Tausend Euro) waren bisher im Posten „Sonstige betriebliche Erträge“ enthalten. Der Posten „Sonstige betriebliche Erträge“ ist um die entsprechenden Beträge verringert (vgl.  Tz. 13). Mit dem gesonderten Ausweis wird der Bedeutung des Wertbeitrags aus der Fondsverwaltung und -beratung Rechnung getragen. Die Posten des Sonstigen Ergebnisses werden nach Berücksichtigung aller damit verbundenen steuerlichen Auswirkungen und nach Berücksichtigung zugehöriger Umgliederungsbeträge angegeben. Umgliederungen zwischen dem Sonstigen Ergebnis und dem Gewinn oder Verlust werden im Anhang dargestellt.

In der Konzern-Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitionsund Finanzierungstätigkeit unterschieden (vgl.  Tz. 33). Dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit sind auch die Ein- und Auszahlungen aufgrund von Abgängen von oder Investitionen in lang- und kurzfristigen Wertpapiere zugeordnet. Zum 31. Oktober 2014 wurden die zahlungswirksamen Veränderungen in den lang- und kurzfristigen Wertpapieren nach der direkten Methode dargestellt. Dadurch verringert sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit um 106 Tausend Euro (Vorjahr: Verringerung um 199 Tausend Euro). Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist um die entsprechenden Beträge erhöht.

Die Darstellung in der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag fällig bzw. erfüllt werden.

Im Interesse der Klarheit der Darstellung sind verschiedene Posten in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und in der Konzernbilanz zusammengefasst. Diese Posten werden im Konzernanhang weiter aufgegliedert und erläutert. Zum 31. Oktober 2014 galt dies erstmalig für die „Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte“ von 416 Tausend Euro (Vorjahr: 419 Tausend Euro). Wegen ihrer untergeordneten Bedeutung in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden sie nunmehr in die Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ einbezogen (vgl.  Tz. 14). Der Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ steigt entsprechend auf 21.229 Tausend Euro (Vorjahr: 18.205 Tausend Euro).

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Beträge in Tausend Euro angegeben. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Der Vorstand der Deutschen Beteiligungs AG hat den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht am 19. Dezember 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat wird am 20. Januar 2015 über die Billigung des Konzernabschlusses beschließen.

3. ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGS LEGUNGSMETHODEN AUFGRUND GEÄNDERTER VORSCHRIFTEN

Erstmals anzuwendende Standards und Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen, die Auswirkungen auf die am 31. Oktober 2014 endende Berichtsperiode hatten

Im Konzernabschluss zum 31. Oktober 2014 werden die folgenden neuen Standards und Interpretationen oder Änderungen von Standards und Interpretationen, die Auswirkungen auf die Berichtsperiode hatten, erstmals angewendet:

  • IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“
  • Änderungen zu IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“

IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“

Mit dem neuen Standard IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“ werden die bisher in verschiedenen Standards angesiedelten Definitionen und beschriebenen Ermittlungsmethoden des beizulegenden Zeitwerts ersetzt und vereinheitlicht. Der beizulegende Zeitwert wird in IFRS 13 definiert als der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Außerdem werden weitere Angaben zum beizulegenden Zeitwert eingeführt. Diese betreffen zum Beispiel die bei der Zeitwertermittlung verwendeten Bewertungsverfahren und Inputfaktoren sowie – für Zeitwerte der Hierarchiestufe 3 – deren Auswirkungen auf das Konzernergebnis und auf das Sonstige Ergebnis. Die erstmalige Anwendung des IFRS 13 hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz und Konzern-Kapitalflussrechnung. Die erweiterten Angaben nach IFRS 13 sind in Abschnitt 35. dieses Konzernanhangs umgesetzt.

Änderungen zu IAS 19
„Leistungen an Arbeitnehmer“

Durch die Änderungen zu IAS 19 entfällt die Korridormethode als Möglichkeit der Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste. Da die DBAG die Korridormethode bereits seit dem Geschäftsjahr 2009/2010 nicht mehr anwendet, hat diese Änderung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss. Außerdem sind durch die Änderungen zu IAS 19 die Zinserträge aus dem Planvermögen unter Anwendung desselben Zinssatzes zu ermitteln, der auch zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen herangezogen wird. Durch diese Methodenänderung werden die Zinserträge auf Basis einer höheren erwarteten Rendite berechnet (2,94 Prozent, nach 1,35 Prozent im Vorjahr). Das Konzernergebnis ist dadurch mit 446 Tausend Euro positiv beeinflusst. Da die tatsächliche Rendite des Planvermögens im Geschäftsjahr 2013/2014 nicht gestiegen ist, wird im Sonstigen Ergebnis unter dem Posten „Gewinne (+) / Verluste (-) aus der Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen“ ein entsprechend höherer Verlust ausgewiesen.

IAS 19 in der geänderten Fassung verlangt erstmals eine Sensitivitätsbetrachtung zu jeder erheblichen versicherungsmathematischen Annahme, eine Beschreibung der Strategien zum Ausgleich der Risiken auf der Aktiv- und Passivseite und eine Darstellung des leistungsorientierten Versorgungsplans auf die künftigen Zahlungsströme des Unternehmens. Wir verweisen auf die Ausführungen zu „Betrag, Fälligkeit und Unsicherheit künftiger Zahlungsströme“ in  Tz. 30.

Erstmals anzuwendende Standards und Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen, die keine Auswirkungen auf die am 31. Oktober 2014 endende Berichtsperiode hatten

Im Konzernabschluss zum 31. Oktober 2014 sind die folgenden Änderungen von Standards erstmals verpflichtend anzuwenden:

  • Jährliche Verbesserungen an den IFRS „Zyklus 2009 bis 2011“
  • Änderungen zu IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der IFRS“
  • Änderungen zu IFRS 7 „Finanzinstrumente – Angaben“
  • Änderungen zu IFRIC 14 „IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung“
  • IFRIC 20 „Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks“

Jährliche Verbesserungen an den IFRS „Zyklus 2009 bis 2011“

Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts 2009 bis 2011 wurden die folgenden fünf Standards geändert:

  • IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“
  • IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der IFRS“
  • IAS 16 „Sachanlagen“
  • IAS 32 „Finanzinstrumente – Darstellung“
  • IAS 34 „Zwischenberichterstattung“

Es handelt sich vor allem um klarstellende redaktionelle Änderungen. Aus der erstmaligen Anwendung der geänderten Standards ergaben sich keine Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss.

Änderungen zu IFRS 1
„Erstmalige Anwendung der IFRS“

Die Änderungen zu IFRS 1 betreffen eine neue Ausnahme von der retrospektiven Anwendung der IFRS durch Erstanwender und neue Regelungen für die Fälle, in denen ein Unternehmen die IFRS-Vorschriften eine Zeit lang nicht anwenden konnte, weil seine funktionale Währung der Hyperinflation unterlag. Beide Änderungen entfalten für die Deutsche Beteiligungs AG keine Relevanz.

Änderungen zu IFRS 7 „Finanzinstrumente – Angaben“

Die Änderungen an IFRS 7 umfassen erweiterte Angabepflichten im Konzernanhang in Zusammenhang mit der Klarstellung der Vorschriften des IAS 32 zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die neuen Angabepflichten sollen die Vergleichbarkeit mit US-GAAP-Abschlüssen erleichtern. Im vorliegenden Konzernabschluss der Deutschen Beteiligungs AG werden mit Ausnahme der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens keine finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten saldiert. Dementsprechend haben die erweiterten Angabepflichten des IFRS 7 keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

IFRIC 20 „Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks“

IFRIC 20 enthält Regelungen für den Ansatz und die Bewertung von anfallenden Kosten, die im Tagebau während des Abbaubetriebs anfallen. Die Regelungen sind für die Deutsche Beteiligungs AG nicht relevant.

Neue Standards und Interpretationen, die noch nicht angewendet wurden

a) Zur Anwendung in der Europäischen Union freigegeben

Die nachfolgend aufgeführten Standards und Interpretationen wurden von IASB und IFRIC verabschiedet und von der Europäischen Kommission zur Anwendung in der Europäischen Union freigegeben. Der Zeitpunkt, ab dem der jeweilige Standard bzw. die Interpretation verpflichtend anzuwenden ist, ist jeweils in Klammern angegeben. Die Deutsche Beteiligungs AG beabsichtigt die erstmalige Anwendung jeweils für das Geschäftsjahr, das nach diesem Zeitpunkt beginnt. Von der Möglichkeit, diese Standards und Interpretationen vorzeitig anzuwenden, wird somit kein Gebrauch gemacht.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS „Zyklus 2011 bis 2013“ (1. Januar 2015)

Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts 2011 bis 2013 wurden die folgenden vier Standards geändert:

  • IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“
  • IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“
  • IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“
  • IAS 40 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“

Es handelt sich vor allem um klarstellende redaktionelle Änderungen. Aus der erstmaligen Anwendung der geänderten Standards werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ (1. Januar 2014)

Der neue Standard IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ ersetzt die konzernrechnungslegungsbezogenen Teile von IAS 27 „Konzern- und Einzelabschlüsse“ und die Regelungen des SIC- 12 „Konsolidierung – Zweckgesellschaften“. Er vereinheitlicht die Grundlagen für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, indem der Begriff der Beherrschung neu definiert wird. Dieser gilt künftig für sämtliche Unternehmen inklusive Zweckgesellschaften. Das Beherrschungskonzept des IFRS 10 umfasst die drei Elemente:

  • Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten
  • Variabilität der Rückflüsse
  • Verbindung zwischen Rückflüssen und Verfügungsgewalt

Demnach können Mutter-Tochter-Verhältnisse sowohl auf Stimmrechten basieren als auch aus vertraglichen Vereinbarungen resultieren. Die Konsolidierungsentscheidungen nach den Regelungen des IFRS 10 sind zu Beginn der Periode der erstmaligen Anwendung des IFRS 10 zu treffen.

Ausgenommen von der Vollkonsolidierung nach IFRS 10 sind Tochterunternehmen von Investmentgesellschaften. Stattdessen hat eine Investmentgesellschaft ihre Anteile an Tochterunternehmen grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gemäß IAS 39 „Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung“ bzw. IFRS 9 „Finanzinstrumente“ zu bewerten. Konsolidierungspflichtig sind nur solche Tochterunternehmen von Investmentgesellschaften, die als Dienstleister für andere Investmentgesellschaften oder Fondsgesellschaften tätig sind. Die Deutsche Beteiligungs AG erfüllt als Private-Equity-Gesellschaft die Definition einer Investmentgesellschaft nach IFRS 10.

Aufgrund des neuen Beherrschungskonzepts qualifizieren die folgenden beiden Gesellschaften erstmals als Tochterunternehmen und werden ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 in den Konsolidierungskreis einzubeziehen sein:

  • DBG Management GP (Guernsey) L.P.
  • DBG Fund VI GP (Guernsey) L.P.

Die Gesellschaften fungieren als Geschäftsführer bzw. Investmentmanager für den DBAG Fund VI. Wir gehen davon aus, dass die Konsolidierung dieser beiden Gesellschaften keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der DBAG haben wird.

Aufgrund der Ausnahme für Investmentgesellschaften werden die nachfolgenden vier Tochterunternehmen ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 nicht mehr zu konsolidieren, sondern erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert im Konzernabschluss zu bewerten sein:

  • DBG Fourth Equity Team GmbH & Co. KGaA
  • DBAG Fund V Konzern GmbH & Co. KG
  • DBAG Expansion Capital Fund Konzern GmbH & Co. KG
  • DBAG Fund VI Konzern (Guernsey) L.P.

Es handelt sich um die Investitionsvehikel für die Co-Investments der DBAG für den DBAG Fund IV, DBAG Fund V, DBAG Expansion Capital Fund sowie DBAG Fund VI.

Das Vermögen dieser Gesellschaften besteht im Wesentlichen aus den Beteiligungen an den Portfoliounternehmen, die bisher schon mit dem beizulegenden Zeitwert im Konzernabschluss enthalten waren. Wir erwarten daher aus der Entkonsolidierung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Deutschen Beteiligungs AG.

IFRS 11 „Gemeinschaftliche Vereinbarungen“ (1. Januar 2014)

Mit IFRS 11 wird die Bilanzierung von gemeinschaftlich geführten Aktivitäten neu geregelt. Er ersetzt den bisherigen Standard IAS 31 „Anteile an Gemeinschaftsunternehmen“. Die bisherige Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen wird abgeschafft. IFRS 11 schreibt zwingend die Equity-Methode für die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen vor. Die Anwendung der Equity-Methode richtet sich nach den Vorschriften des IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“. Aktuell wird ein Gemeinschaftsunternehmen anteilig in den Konzernabschluss einbezogen (Q.P.O.N. Beteiligungs GmbH). Aufgrund der Größenordnung des Gemeinschaftsunternehmens (anteilige Bilanzsumme per 31. Oktober 2014: 13 Tausend Euro) wird die Umstellung der Konsolidierung dieser einen Gesellschaft von Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben.

IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“ (1. Januar 2014)

Dieser Standard regelt sämtliche Angabepflichten zu Beteiligungen an Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen. Die neuen Angabepflichten sind deutlich umfangreicher als die bisher nach IAS 27, IAS 28 und IAS 31 zu machenden Angaben. Zurzeit werden die Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 12 auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Deutschen Beteiligungs AG noch analysiert. Eine abschließende Einschätzung der Auswirkungen dieses Standards auf den Konzernabschluss ist daher noch nicht möglich.

Änderungen zu IAS 27 „Einzelabschlüsse“ (1. Januar 2014)

Die im bisherigen IAS 27 „Konzern- und Einzelabschlüsse“ enthaltenen Konsolidierungsvorschriften werden durch diejenigen des neuen IFRS 10 ersetzt. Dementsprechend enthält der überarbeitete IAS 27 künftig ausschließlich Vorschriften zu Einzelabschlüssen. Die Vorschriften des IAS 27 zu den Einzelabschlüssen waren bisher für die Deutsche Beteiligungs AG nicht relevant, sodass aus den Änderungen zu IAS 27, betreffend die Einzelabschlüsse, keine Auswirkungen erwartet werden.

Änderungen zu IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“ (1. Januar 2014)

Mit der Einführung von IFRS 11 „Gemeinschaftliche Vereinbarungen“ wird die bisherige Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen abgeschafft. Die nach IFRS 11 für Gemeinschaftsunternehmen verpflichtende Anwendung der Equity-Methode hat nach den Vorschriften des IAS 28 zu erfolgen. Hierfür wurde der Anwendungsbereich des IAS 28 auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet und der Standard entsprechend umbenannt. Weiterhin werden die Vorschriften zur Bilanzierung von geplanten Teilveräußerungen eines assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens geändert. Der zur Veräußerung vorgesehene Unternehmensteil ist künftig nach den Vorschriften des IFRS 5 „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche“ zu bilanzieren.

Aus der Anwendung des geänderten IAS 28 werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DBAG-Konzerns erwartet.

Änderungen zu IAS 32 „Finanzinstrumente – Darstellung“ (1. Januar 2014)

Mit den Änderungen zu IAS 32 werden einige Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten klargestellt. Das derzeit gemäß IAS 32 geltende Saldierungsmodell bleibt in seinen Grundzügen unverändert. Dementsprechend werden aus der Anwendung des geänderten IAS 32 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

IFRIC 21 „Abgaben“ (17. Juni 2014)

IFRIC 21 behandelt die Bilanzierung von Verpflichtungen zur Entrichtung von Abgaben, die in den Anwendungsbereich von IAS 37 „Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen“ fallen. Die Regelungen sind für die Deutsche Beteiligungs AG nicht relevant.

b) Zur Anwendung in der Europäischen Union noch nicht freigegeben

Die nachfolgenden Standards sind zwar vom IASB bzw. vom IFRIC verabschiedet. Ihre Freigabe durch die Europäische Kommission zur Anwendung in der Europäischen Union steht indes noch aus.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS „Zyklus 2010 bis 2012“

Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts 2010 bis 2012 wurden die folgenden sieben Standards geändert:

  • IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“
  • IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“
  • IFRS 8 „Geschäftssegmente“
  • IFRS 13 „Bewertung zum beizulegenden Zeitwert“
  • IAS 16 „Sachanlagen“ / IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“
  • IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“

Es handelt sich vor allem um klarstellende redaktionelle Änderungen. Aus der erstmaligen Anwendung der geänderten Standards werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS „Zyklus 2012 bis 2014“

Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts 2012 bis 2014 wurden die folgenden Standards geändert:

  • IFRS 5 „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche“
  • IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“
  • IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“
  • IAS 34 „Zwischenberichterstattung“

Es handelt sich vor allem um klarstellende redaktionelle Änderungen. Aus der erstmaligen Anwendung der geänderten Standards werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

IFRS 9 „Finanzinstrumente“

Der neue Standard IFRS 9 „Finanzinstrumente“ soll den bisherigen Standard IAS 39 „Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung“ ersetzen. IFRS 9 umfasst wie IAS 39 die Themengebiete Klassifizierung und Bewertung, Wertminderungen sowie Sicherungsgeschäfte.

Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 9 basiert auf dem Geschäftsmodell im Erwerbszeitpunkt und den vertraglich vereinbarten Zahlungsströmen. Aus der Kombination dieser beiden Kriterien erfolgt eine Zuordnung zu einer der drei Kategorien „Zu fortgeführten Anschaffungskosten“, „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ oder „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“.

Nach dem neuen Wertminderungskonzept des IFRS 9 sind künftig bereits erwartete Kredit- und / oder Zinsausfälle prospektiv zu erfassen (sog. „expected loss model“).

Die neuen Vorschriften für Sicherungsgeschäfte sehen eine stärkere Verzahnung der Risikomanagementstrategie und der bilanziellen Abbildung vor.

Zurzeit werden die Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Deutschen Beteiligungs AG analysiert. Eine abschließende Einschätzung der Auswirkungen dieses Standards auf den Konzernabschluss ist noch nicht möglich.

Änderungen zu IFRS 11 „Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit“

Mit den Änderungen zu IFRS 11 erfolgt eine Klarstellung der Bilanzierung für Erwerbe und Hinzuerwerbe von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ darstellen. Die Änderungen zu IFRS 11 sind für die Deutsche Beteiligungs AG nicht relevant.

IFRS 14 „Regulatorische Abgrenzungsposten“

Der neue Standard IFRS 14 ermöglicht es IFRS-Erstanwendern, sog. regulatorische Posten im Zusammenhang mit preisregulierten Tätigkeiten, die auf Basis ihrer nationalen Rechnungslegungsvorschriften angesetzt wurden, im IFRS-Abschluss beizubehalten. Die Regelungen sind für die Deutsche Beteiligungs AG nicht relevant.

IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“

Der neue Standard ersetzt IAS 11 „Fertigungsaufträge“ und IAS 18 „Umsatzerlöse“ und die zugehörigen Interpretationen. Mit dem neuen Standard IFRS 15 werden die bisherigen Regelungen in den IFRS mit denjenigen unter US-GAAP vereinheitlicht. Dabei enthält IFRS 15 ein neues Modell zur Ermittlung der Umsatzrealisierung aus Kundenverträgen. Nach IFRS 15 gelten Umsatzerlöse als realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Zurzeit werden die Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 15 auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Deutschen Beteiligungs AG noch analysiert. Eine abschließende Einschätzung der Auswirkungen auf den Konzernabschluss ist daher noch nicht möglich.

Änderungen des IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“

Die Änderungen an IAS 16 und IAS 38 enthalten Klarstellungen zur sachgerechten Abschreibungsmethode von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Die Klarstellungen betreffen insbesondere die Abschreibung auf Basis von Umsatzerlösen. Aus den Änderungen werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

Änderungen des IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 41 „Landwirtschaft“

Die Änderungen an IAS 16 und IAS 41 umfassen Regelungen zur Bilanzierung sog. „produzierender Pflanzen“. Die Regelungen sind für die Deutsche Beteiligungs AG nicht relevant.

Änderungen des IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“

Durch die Änderungen des IAS 19 wird ein Wahlrecht zur Bilanzierung von Mitarbeiterbeiträgen im Rahmen leistungsorientierter Versorgungszusagen in den Standard aufgenommen. Mitarbeiterbeiträge für leistungsorientierte Versorgungszusagen, die von Arbeitsleistungen abhängen, können den Dienstzeiträumen als negative Leistungen zugeordnet werden. Eine Erfassung der Mitarbeiterbeiträge in der Periode der Erbringung der korrespondierenden Arbeitsleistung ist weiterhin zulässig. Die Deutsche Beteiligungs AG geht davon aus, dass die Änderungen des IAS 19 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderungen des IAS 27 „Einzelabschlüsse“

Mit den Änderungen des IAS 27 können Beteiligungen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen im IFRS-Einzelabschluss auch nach der Equity-Methode bilanziert werden. Die Vorschriften des IAS 27 zu den Einzelabschlüssen waren bisher für die Deutsche Beteiligungs AG nicht relevant, sodass aus den Änderungen zu IAS 27, betreffend die Einzelabschlüsse, keine Auswirkungen erwartet werden.

4. KONSOLIDIERUNGSKREIS

Grundsätze für die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Deutschen Beteiligungs AG als Mutterunternehmen alle wesentlichen TOCHTERUNTERNEHMEN im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen die DBAG die Möglichkeit hat, beherrschenden Einfluss auszuüben. Eine Beherrschung ist dann gegeben, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Dies ist in der Regel der Fall, wenn die DBAG mittelbar oder unmittelbar über mehr als die Hälfte der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt.

Maßstab für die Wesentlichkeit von Tochterunternehmen ist, ob diese einzeln oder insgesamt die auf der Basis des Abschlusses getroffenen Entscheidungen der Adressaten beeinflussen können. In den folgenden Fällen halten wir Tochterunternehmen nicht für wesentlich:

  • Das Tochterunternehmen ist eine Vorratsgesellschaft, die nach Gründung noch keine Geschäftstätigkeit aufgenommen hat. Die Vorratsgesellschaften werden in der Regel mit einem Stammkapital von 25 Tausend Euro gegründet. Die meisten Vorratsgesellschaften werden später als Vorschaltgesellschaften im Rahmen von Beteiligungstransaktionen eingesetzt und zu einem Preis nahe Buchwert verkauft.
  • Das Tochterunternehmen hat seinen Geschäftsbetrieb eingestellt und soll abgewickelt werden. Die Entkonsolidierung erfolgt zu dem Zeitpunkt, wenn die verbliebenen Vermögenswerte und Schulden nur noch von untergeordneter Bedeutung sind.
  • Das Tochterunternehmen geht nur einer geringfügigen Geschäftstätigkeit nach, zum Beispiel als persönlich haftende Gesellschafterin einer Kommanditgesellschaft ohne Einlage, und verfügt über keine nennenswerten Vermögenswerte und Schulden.

Neben den wesentlichen Tochterunternehmen werden alle ZWECKGESELLSCHAFTEN („special purpose entities“) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, wenn diese von der DBAG bei einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise beherrscht werden. Eine Beherrschung wird angenommen, wenn der DBAG die Mehrheit der Chancen und Risiken aus der wirtschaftlichen Tätigkeit dieser Gesellschaften zusteht.

Die DBAG ist als Partnerunternehmen anteilig an einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen beteiligt. Dieses GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN (Joint Venture) wird entsprechend der Beteiligungsquote (Quotenkonsolidierung) im Konzernabschluss erfasst.

Begründung für die Einbeziehung bzw. Nichteinbeziehung von Unternehmen in den Konsolidierungskreis

Im Einzelnen werden folgende Unternehmen in den Konzernabschluss zum 31. Oktober 2014 einbezogen:

 Begründung für die Einbeziehung bzw. Nichteinbeziehung von Unternehmen in den Konsolidierungskreis

Von der Einbeziehung der DBG Beteiligungsgesellschaft mbH, an der die Deutsche Beteiligungs AG mittelbar 100 Prozent der Stimmrechte hält, wird abgesehen, da das wirtschaftliche Risiko der geschäftlichen Aktivitäten – und damit auch die wirtschaftliche Führung – bei nicht zum Konzern gehörenden Gesellschaften liegt.

Die DBG Fifth Equity Team GmbH & Co. KGaA, an der ein Tochterunternehmen der Deutschen Beteiligungs AG 100 Prozent der Kommanditaktien hält, wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da erhebliche und andauernde Beschränkungen die Ausübung der Rechte in Bezug auf das Vermögen und die Geschäftsführung dieses Unternehmens beeinträchtigen.

Die DBG Advisors Kommanditaktionär GmbH & Co. KG, an der ein Tochterunternehmen der Deutschen Beteiligungs AG 33,33 Prozent der Kapitalanteile hält, wird trotz einer Minderheitsbeteiligung in den Konzernabschluss einbezogen, da der DBAG mittelbar das Recht zusteht, die Mehrheit der Mitglieder des Leitungsorgans zu bestellen oder abzuberufen.

Die DBG Managing Partner GmbH & Co. KG, an der die Deutsche Beteiligungs AG 20 Prozent der Kapitalanteile hält, wird trotz einer Minderheitsbeteiligung in den Konzernabschluss einbezogen, da der Deutschen Beteiligungs AG die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zufließt. Es wird auf die Erläuterungen unter Tz. 40 verwiesen.

Die Q.P.O.N. Beteiligungs GmbH wird als Gemeinschaftsunternehmen mit einer Quote von 49 Prozent konsolidiert. Für den 49-Prozent-Anteil betragen die langfristigen Vermögenswerte und Schulden 0 Euro (Vorjahr: 0 Euro), die kurzfristigen Vermögenswerte 13 Tausend Euro (Vorjahr: 15 Tausend Euro), die kurzfristigen Schulden 1 Tausend Euro (Vorjahr: 3 Tausend Euro) sowie die Erträge 2 Euro (Vorjahr: 0 Euro) und die Aufwendungen 1 Tausend Euro (Vorjahr: 2 Tausend Euro).

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die DBAG die Möglichkeit hat, einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben, und die weder Tochternoch Gemeinschaftsunternehmen sind. In diesem Sinne handelt es sich bei den Portfoliounternehmen, an denen sich die DBAG als Finanzinvestor beteiligt und bei denen sie mittelbar oder unmittelbar zwischen 20 und 50 Prozent der Stimmrechte des Unternehmens hält, um assoziierte Unternehmen.

Zur Anzahl der assoziierten Unternehmen wird auf die Angaben in der Anteilsbesitzliste nach § 313 Abs. 2 HGB unter der Tz. 45.3 verwiesen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 gab es mit der Homag Group AG bei den assoziierten Unternehmen einen Abgang.

Angaben zum Anteilsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB

Die Angaben zum Anteilsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB finden sich unter Tz. 45 dieses Konzernanhangs.

5. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellen neben der DBAG acht weitere ihren Jahresabschluss jeweils zum Stichtag 31. Oktober auf. Bei den übrigen einbezogenen Unternehmen entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Diese Unternehmen stellen zu Konsolidierungszwecken einen Zwischenabschluss zum Abschlussstichtag der DBAG auf.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Rechnungslegungsmethoden aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode zu dem Zeitpunkt, an dem die DBAG die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt hat (Erwerbszeitpunkt). Die Anschaffungskosten werden mit den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten verrechnet. Die Wertansätze werden in den Folgeperioden fortgeführt. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der zu aktivieren gewesen wäre, ist bisher nicht entstanden.

Konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle sowie alle nicht realisierten Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Geschäftsvorfällen werden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Latente Ertragsteuern werden bei den Konsolidierungsvorgängen berücksichtigt.

Gemeinschaftsunternehmen werden unter Anwendung der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei wird der Anteil der DBAG an allen Vermögenswerten, Schulden und Erträgen des Gemeinschaftsunternehmens mit den entsprechenden Posten im Abschluss der DBAG zusammengefasst. Vermögenswerte oder Schulden werden nicht durch Abzug anderer Schulden oder Vermögenswerte saldiert. Entsprechendes gilt für Erträge und Aufwendungen.

6. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Erläuterungen und Angaben zum Konzernabschluss werden stetig angewandt, es sei denn, die IFRS-Vorschriften machen Änderungen erforderlich (vgl. Abschnitt 3).

Ansatz von Vermögenswerten und Schulden

Nichtfinanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz angesetzt, soweit es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen der DBAG zufließen wird, und wenn ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder ein anderer Wert verlässlich ermittelt werden kann.

Nichtfinanzielle Schulden werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich aus der Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung ein direkter Abfluss von Ressourcen ergibt, die wirtschaftlichen Nutzen entfalten, und wenn der Erfüllungsbetrag verlässlich ermittelt werden kann.

Marktübliche Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Schulden sowie Eigenkapitalinstrumenten (gemäß IAS 32 allgemein bezeichnet als Finanzinstrumente) werden einheitlich für alle Kategorien von Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag angesetzt bzw. ausgebucht.

Kategorien von Finanzinstrumenten

Als Klassen von Finanzinstrumenten sind im DBAG-Konzern die Bewertungskategorien nach IAS 39 definiert. Finanzinstrumente der Hierarchiestufe 3 werden darüber hinaus nach Branchen klassifiziert. Die Branchenklassen werden auf Basis der Marktrisiken der Portfoliounternehmen gebildet.

Bei den finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, gibt es nur solche, die beim erstmaligen Ansatz in diese Kategorie eingestuft werden. Es handelt sich vor allem um die Finanzanlagen. Finanzielle Vermögenswerte, die als zu Handelszwecken gehalten oder bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen eingestuft werden, bestehen nicht.

Erfolgswirksame Bewertung der Finanzanlagen zu beizulegenden Zeitwerten

Aufgrund der Geschäftstätigkeit des DBAG-Konzerns als Finanzinvestor wird der Konzernabschluss maßgeblich geprägt durch die erfolgswirksame Bewertung der Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Die Finanzanlagen umfassen im Wesentlichen:

  • Anteile an assoziierten Unternehmen (Anteile an Portfoliounternehmen mit einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 und 50 Prozent)
  • sonstige Anteile an Portfoliounternehmen, das heißt Anteile an Portfoliounternehmen mit einem Stimmrechtsanteil von weniger als 20 Prozent
  • Fondsinvestments
  • Vorratsgesellschaften

Als Private-Equity-Gesellschaft im Sinne des IAS 28 macht die DBAG von der Möglichkeit Gebrauch, die Anteile an assoziierten Unternehmen gemäß IAS 39 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Entsprechend werden keine assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Für die sonstigen Anteile an Portfoliounternehmen, die Fondsinvestments (Anteile an geschlossenen Private-Equity-Fonds) und die Vorratsgesellschaften wird jeweils beim erstmaligen Ansatz die Möglichkeit wahrgenommen, diese erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten („Fair-Value-Option“ nach IAS 39.9).

Die Investition in Finanzanlagen erfolgt anhand einer dokumentierten Risikomanagementstrategie. Ihre Wertentwicklung wird im DBAG-Konzern auf der Grundlage der beizulegenden Zeitwerte beurteilt. Damit sind die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Wahlrechts, diese erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, erfüllt.

Die Finanzanlagen werden im Zugangszeitpunkt und zu allen späteren Quartals- und Bilanzstichtagen von einem Bewertungsausschuss zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dem Bewertungsausschuss gehören die Mitglieder des Vorstands, der Leiter Finanz- und Rechnungswesen und der Referent Rechnungswesen an.

Zur Umsetzung der Zeitwertbilanzierung der Finanzanlagen wurde eine Bewertungsrichtlinie erarbeitet. Danach setzt die DBAG Bewertungsverfahren ein, die von den Marktteilnehmern der Private-Equity-Industrie üblicherweise für die Bewertung von Portfoliounternehmen verwendet werden. Dieser Branchenstandard liegt vor in den Empfehlungen der „International Private Equity and Venture Capital Valuation Guidelines“ (IPEVG) vom Dezember 2012.1

Im Zugangszeitpunkt entspricht der beizulegende Zeitwert dem Transaktionspreis. Transaktionsnebenkosten werden nicht aktiviert, sondern unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Zu den Transaktionsnebenkosten gehören an Vermittler, Berater (beispielsweise Rechts- oder Unternehmensberater), Makler und Händler gezahlte Vergütungen, an Aufsichtsbehörden und Wertpapierbörsen zu entrichtende Abgaben sowie für die Transaktion anfallende Steuern und Gebühren. An den nachfolgenden Stichtagen werden die beizulegenden Zeitwerte unter der Prämisse der Unternehmensfortführung ermittelt.

Soweit möglich, wird der beizulegende Zeitwert eines Portfoliounternehmens anhand von Preisen aus Markttransaktionen ermittelt, die am Bewertungsstichtag oder unmittelbar vor diesem Datum beobachtbar waren. Dies ist in der Regel für Unternehmen möglich, deren Anteile börsennotiert sind. Als relevanter Börsenplatz für die Preisermittlung wird der Hauptmarkt oder vorteilhafteste Markt verwendet. Diese Portfoliounternehmen werden zum Börsenkurs am Bewertungsstichtag oder dem Börsenkurs am letzten Handelstag vor diesem Datum bewertet. Der so ermittelte beizulegende Zeitwert wird weder um Paketzu- oder -abschläge für die Veräußerung größerer Aktienpakete noch um Abschläge für Veräußerungskosten gekürzt.

Sollte die Veräußerung vertraglich vereinbarten Beschränkungen unterliegen (Lock-up), wird ein risikoadäquater Abschlag vom beobachtbaren Transaktionskurs in Ansatz gebracht. Die Höhe des risikoadäquaten Abschlags steht im Ermessen des Bewertungsausschusses. Bei nicht börsennotierten Unternehmen kommt gegebenenfalls die Bewertung auf Basis eines unterzeichneten Kaufvertrags oder eines verbindlichen Kaufangebots in Betracht, wenn der Vollzug des Kaufvertrags hinreichend sicher ist oder das Kaufangebot mit hinreichender Sicherheit realisiert werden kann. Gegebenenfalls kann auch eine Bewertung auf Basis von maßgeblichen Vergleichswerten kürzlich zurückliegender Transaktionen für das Geschäftskapital des Portfoliounternehmens (Finanzierungsrunden) oder auf Basis von maßgeblichen Vergleichswerten kürzlich stattgefundener Transaktionen am Markt erfolgen. Sofern der am Markt beobachtbare Transaktionspreis zum Bewertungsstichtag bzw. der Preis der zuletzt getätigten Transaktion vor dem Bewertungsstichtag keinen verlässlichen Wertansatz darstellt, zum Beispiel aufgrund der mangelnden Liquidität des Marktes oder im Falle einer erzwungenen Transaktion oder eines Notverkaufs, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis der von den IPEVG empfohlenen und von den Marktteilnehmern im Private-Equity-Bereich angewendeten Bewertungsverfahren ermittelt. Dies ist für Unternehmensanteile von etablierten Unternehmen das Multiplikatorverfahren, für wachstumsstarke Unternehmen das Discounted- Cashflow-Verfahren (DCF-Verfahren) und für Fondsanteile entweder das Nettoeigenkapital oder das DCF-Verfahren.

Beim Multiplikatorverfahren wird zunächst der Gesamtwert des Unternehmens durch Anwendung eines Multiplikators auf eine Ergebnisgröße des zu bewertenden Unternehmens ermittelt. Als Ergebnisgrößen werden in der Regel das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITA) und / oder das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (EBITDA) zugrunde gelegt. Die Ergebnisgröße stammt aus den aktuellsten verfügbaren Finanzdaten des Portfoliounternehmens. Um eine nachhaltig erzielbare Bezugsgröße zu erhalten, werden die Daten um Sondereinflüsse wie beispielsweise Einmalaufwendungen oder Abschläge für Risikoprojekte bereinigt. Darüber hinaus werden auf die verwendeten Bezugsgrößen Zu- oder Abschläge vorgenommen, wenn aktuelle Informationen vorliegen, die in den Finanzdaten noch nicht berücksichtigt sind. Der Multiplikator wird aus der Marktkapitalisierung einer Vergleichsgruppe von Unternehmen (Peer Group) ermittelt. In die Peer Group werden Unternehmen einbezogen, die hinsichtlich ihres Geschäftsmodells, des geografischen Fokus ihrer Tätigkeit sowie ihrer Größe im Wesentlichen vergleichbar mit dem zu bewertenden Unternehmen sind. Weist das zu bewertende Portfoliounternehmen Abweichungen gegenüber den jeweiligen Merkmalen von Unternehmen der Peer Group auf, werden auf den jeweiligen Multiplikator des Peer-Group- Unternehmens Zu- oder Abschläge vorgenommen. Solange diese Abweichungen zwischen dem zu bewertenden Portfoliounternehmen und dem jeweiligen Peer-Group-Unternehmen bestehen, werden die Zu- oder Abschläge stetig angewendet. Zur Überleitung auf den Eigenkapitalwert, der dem beizulegenden Zeitwert entspricht, werden die Nettoverbindlichkeiten vom Gesamtwert des Unternehmens abgezogen.

Bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind zu einem gewissen Maße Ermessensentscheidungen des Bewertungsausschusses notwendig, das heißt es müssen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese werden durch den Bewertungsausschuss sachlich begründet und in den Bewertungsunterlagen dokumentiert. Dabei basieren die Prämissen hinter den Annahmen und Schätzungen auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand sowie den Erfahrungswerten des Bewertungsausschusses und werden ohne Willkür stetig angewendet. Weicht die tatsächliche Entwicklung des Portfoliounternehmens bzw. der Rahmenbedingungen von der bei der vorangegangenen Bewertung angenommenen Entwicklung ab, werden die Prämissen und gegebenenfalls die beizulegenden Zeitwerte zum nächsten Bewertungsstichtag entsprechend angepasst.

Beim DCF-Verfahren wird der beizulegende Zeitwert durch Diskontierung der künftig erwarteten finanziellen Überschüsse ermittelt. Als Basis für die Prognose der finanziellen Überschüsse wird die bestehende Planungsrechnung des Portfoliounternehmens herangezogen. Diese wird gegebenenfalls durch Zuoder Abschläge verändert, wenn aktuelle Erkenntnisse vorliegen, die in den Planzahlen noch nicht berücksichtigt sind. Falls zum Ende des Detailplanungszeitraums noch keine geeignete Ausgangsbasis zum Übergang auf das nachhaltige Ergebnis besteht, wird eine weniger detaillierte Trendphase angeschlossen. Für die weitere Zukunft nach der Detailplanungs- und gegebenenfalls Trendphase wird ein nachhaltiges Ergebnis angesetzt, das gegebenenfalls durch eine Wachstumsrate angepasst wird. Den Diskontierungssatz leiten wir nach dem sog. Capital Asset Pricing Model (CAPM) aus einem risikolosen Basiszinssatz und einem Risikozuschlag für das unternehmerische Risiko ab. Bei Bewertungen von Auslandsfondsbeteiligungen nach dem DCF- Verfahren werden die erwarteten Erlöse aus dem Verkauf von Portfoliounternehmen mit einem Diskontierungssatz auf den Bewertungsstichtag abgezinst.

Ertragsrealisation

Aufgrund der Besonderheiten, die sich aus der Geschäftstätigkeit des DBAG-Konzerns als Finanzinvestor ergeben, wird in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung anstelle von Umsatzerlösen das Ergebnis aus dem Fonds- und Beteiligungsgeschäft ausgewiesen. Dieses setzt sich zusammen aus den „Erträgen aus der Fondsberatung und -verwaltung“, dem „Bewertungs- und Abgangsergebnis aus Finanzanlagen sowie Krediten und Forderungen“ und dem Posten „Laufende Erträge aus Finanzanlagen sowie Krediten und Forderungen“.

ERTRÄGE AUS DER FONDSBERATUNG UND -VERWALTUNG werden mit der Erbringung der Leistung realisiert.

Das BEWERTUNGSERGEBNIS umfasst die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Finanzanlagen sowie Krediten und Forderungen, die zu jedem Stichtag nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelt werden.

Das ABGANGSERGEBNIS beinhaltet die Erträge, die beim Abgang von Finanzanlagen sowie von Krediten und Forderungen realisiert werden. Der Abgang wird bei marktüblichen Verkäufen am Erfüllungstag bilanziert. Entsprechend werden an diesem Tag die Erträge aus der Veräußerung erfasst. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem die vertraglich vereinbarten Leistungen zwischen den Kauf- und Verkaufsparteien ausgetauscht werden. Dabei handelt es sich im DBAG-Konzern üblicherweise um die Übertragung der Anteile an dem veräußerten Portfoliounternehmen, dem ein Zugang in Form von flüssigen Mitteln, Käuferdarlehen oder sonstigen finanziellen Vermögenswerten gegenübersteht. Im Falle vertraglich vereinbarter Kaufpreiseinbehalte für Gewährleistungen oder sonstige Risiken werden diese erst zu dem Zeitpunkt realisiert, an dem die Inanspruchnahme aus den Gewährleistungsverpflichtungen oder sonstigen Risiken nicht mehr wahrscheinlich ist. Dies kann auch zeitanteilig in vertraglich vereinbarten Teilbeträgen pro Periode erfolgen.

LAUFENDE ERTRÄGE umfassen Dividenden- und Zinszahlungen von Portfoliounternehmen sowie Erträge aus Wertpapieren. Diese werden am Tag des Dividendenbeschlusses oder für Zinsen zeitanteilig bzw. zinsperiodengerecht erfasst.

Wertminderungstest für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Für nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte wird an jedem Abschlussstichtag ein Wertminderungstest durchgeführt. Hierunter fallen bei der DBAG finanzielle Vermögenswerte der Bewertungskategorien „Kredite und Forderungen“ sowie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“. Im Rahmen des Wertminderungstests wird ermittelt, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung der finanziellen Vermögenswerte vorliegen. Solche objektiven Hinweise können sein:

  • erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder des Schuldners
  • ein Vertragsbruch wie beispielsweise ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen
  • Zugeständnisse des DBAG-Konzerns an den Kreditnehmer aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen in Zusammenhang mit finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers
  • eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht
  • das durch finanzielle Schwierigkeiten bedingte Verschwinden eines aktiven Marktes für diesen finanziellen Vermögenswert
  • beobachtbare Daten wie beispielsweise der Zahlungsstand von Kreditnehmern oder Veränderungen volkswirtschaftlicher oder regionaler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die auf eine messbare Verringerung der erwarteten künftigen Kapitalflüsse des finanziellen Vermögenswerts hinweisen

Eine Ausbuchung wertgeminderter finanzieller Vermögenswerte erfolgt, sobald objektive Hinweise bestehen, dass entweder die Forderung uneinbringlich ist oder künftig keine Kapitalzuflüsse mehr erwartet werden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, unter Berücksichtigung von linearen, planmäßigen Abschreibungen über die Nutzungsdauer sowie gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die Nutzungsdauer ist bei den immateriellen Anlagewerten bestimmbar und beträgt zwischen zwei und fünf Jahren. Bei den Sachanlagen reicht die Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren. Zugänge werden zeitanteilig vom Monat der Anschaffung an abgeschrieben.

Darüber hinaus werden immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in der Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus dem beizulegenden Zeitwert (abzüglich Veräußerungskosten) und dem Nutzungswert.

Kredite und Forderungen

Der Posten „Kredite und Forderungen“ umfasst Kredite, Gesellschafterdarlehen und Forderungen mit fester Laufzeit ohne trennungspflichtiges eingebettetes Derivat.

Bei den Krediten und Forderungen handelt es sich um finanzielle Vermögenswerte im Sinne des IAS 39. Diese werden der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Zu jedem Abschlussstichtag wird ein Wertminderungstest durchgeführt (siehe hierzu vorangegangenen Abschnitt „Wertminderungstest“). Außerplanmäßige Abschreibungen auf Kredite und Forderungen werden in dem Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Wertpapiere

Die Wertpapiere umfassen verzinsliche Anleihen. Sie werden der Bewertungskategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet. Die Zuordnung der Wertpapiere zu der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ erfolgt aufgrund der jederzeit möglichen Veräußerung zur Deckung des Liquiditätsbedarfs der Investitionstätigkeit. Die Wertpapiere werden beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert, der im Zeitpunkt der Transaktion den Anschaffungskosten entspricht, und an den folgenden Bilanzstichtagen jeweils erfolgsneutral mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in dem Bilanzposten „ Gewinnrücklagen und übrige Rücklagen“ und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung im Posten „Unrealisierte Gewinne / Verluste von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren“ ausgewiesen. Für diese Wertpapiere wird zu jedem Abschlussstichtag ein Wertminderungstest durchgeführt (siehe auch Abschnitt „Wertminderungstest“). Sofern objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, wird der in den Rücklagen ausgewiesene kumulierte Verlust ergebniswirksam in den Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ der Konzern-Gesamtergebnisrechnung umgegliedert, auch wenn die Wertpapiere nicht ausgebucht wurden. Für die bilanzielle Erfassung von Wertminderungen wird ein Wertminderungskonto verwendet. Gewinne und Verluste, die beim Abgang von Wertpapieren dieser Kategorie realisiert werden, werden entsprechend umgegliedert, soweit dies nicht bereits an früheren Stichtagen im Zuge eines Wertminderungstests geschehen ist.

Sonstige Vermögenswerte

Die Sonstigen Vermögenswerte umfassen Forderungen gegen Portfoliounternehmen oder DBAG-Fonds, sonstige Forderungen sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Außerdem enthält dieser Bilanzposten den gegebenenfalls aus der Saldierung des Planvermögens mit den Pensionsverpflichtungen entstehenden Aktivüberhang. Mit Ausnahme der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten, der Umsatzsteuer und dem Aktivüberhang aus der Saldierung des Planvermögens mit den Pensionsverpflichtungen handelt es sich dabei um finanzielle Vermögenswerte im Sinne des IAS 39.

Diese finanziellen Vermögenswerte werden den Bewertungskategorien „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ oder „Kredite und Forderungen“ zugeordnet. Sie werden beim erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten angesetzt, zu jedem folgenden Abschlussstichtag wird ein Wertminderungstest durchgeführt (siehe Abschnitt „Wertminderungstest“). Sofern objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen, wird diese in dem Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Forderungen

Der Posten „Forderungen“ beinhaltet Forderungen gegen Portfoliounternehmen. Dabei handelt es sich um finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz der Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet werden. Sie werden beim erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten angesetzt. An den folgenden Abschlussstichtagen wird jeweils ein Wertminderungstest durchgeführt (siehe Abschnitt „Wertminderungstest“). Sofern objektive Hinweise für eine Wertminderung der Forderungen vorliegen, wird diese in dem Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Sonstige Finanzinstrumente

Der Posten „Sonstige Finanzinstrumente“ beinhaltet Gesellschaftsanteile, die kurzfristig an das Management der Portfoliounternehmen veräußert werden sollen. Bei diesen handelt es sich um finanzielle Vermögenswerte im Sinne des IAS 39. Sie werden je nach Ausstattungsmerkmalen als Eigen- oder Fremdkapitalinstrument der Bewertungskategorie „ Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden“ oder „Kredite und Forderungen“ zugeordnet. Handelt es sich um ein Eigenkapitalinstrument, so wird der Zeitwert entsprechend dem Zeitwert des betreffenden Portfoliounternehmens im Posten „Finanzanlagen“ ermittelt. Änderungen des Zeitwerts werden entweder im Posten „Sonstige betriebliche Erträge“ oder im Posten „ Sonstige betriebliche Aufwendungen“ der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Im Fall eines Fremdkapitalinstruments wird an jedem Abschlussstichtag ein Wertminderungstest durchgeführt (siehe Abschnitt „Wertminderungstest“). Sofern objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen, wird diese in dem Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Ertragsteuerforderungen

Unter dem Posten „Ertragsteuerforderungen“ werden Forderungen aus Körperschaft- und Kapitalertragsteuer ausgewiesen. Dabei handelt es sich um tatsächliche Ertragsteuern, die aus dem zu versteuernden Einkommen resultieren. Die Ertragsteuerforderungen werden mit dem für steuerliche Zwecke beizulegenden Betrag angesetzt.

Flüssige Mittel

Bei dem Posten „Flüssige Mittel“ handelt es sich um Bankguthaben, Fest- oder Tagesgelder. Diese werden der Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuern

Nach IFRS sind latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen dem Steuerbilanzwert und dem IFRS-Bilanzwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld anzusetzen (bilanzorientierter Ansatz). Als temporäre Differenzen werden nach IFRS alle Differenzen eingeordnet, die nicht permanent sind. Nach IFRS besteht bei Vorliegen der Ansatzkriterien sowohl für aktive als auch für passive latente Steuern eine Ansatzpflicht.

Darüber hinaus sind nach IFRS zu erwartende Steuerminderungen aus Verlustvorträgen zu aktivieren, wenn in absehbarer Zukunft wahrscheinlich in ausreichendem Umfang zu versteuerndes Einkommen erzielt wird, mit dem die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verrechnet werden können. Für die Bewertung wird der zum Bilanzstichtag voraussichtlich gültige Steuersatz herangezogen.

Änderungen von latenten Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, soweit die ihnen zugrunde liegenden Sachverhalte auch erfolgswirksam behandelt und nicht erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet werden.

Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern

Die Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern werden als finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 passiviert. Die Zugangs- und Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Unter dem Konzernbilanzposten „Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern“ werden Minderheitenanteile von konzernfremden Gesellschaftern an den in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen ausgewiesen. Die „Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern“ werden im Fremdkapital ausgewiesen, weil es sich um Anteile an Personengesellschaften handelt, die nach IFRS nicht die Definition von Eigenkapital erfüllen.

Pensionsverpflichtungen und Planvermögen

Bei zwei Konzernunternehmen bestehen Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen. Die Anwendung der Pläne hängt vom jeweiligen Eintrittsdatum der Mitarbeiter ab. Die Höhe der Ruhegelder bemisst sich nach dem zugrunde liegenden Plan, der Höhe des Gehalts und der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.

Den Pensionsverpflichtungen der Konzernunternehmen stehen jeweils Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber („Contractual Trust Agreement“ in Form einer doppelseitigen Treuhand), die ausschließlich zur Deckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (qualifiziertes Planvermögen).

Die Pensionsverpflichtungen aus den leistungsorientierten Plänen („Defined Benefit Obligation“) werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) bewertet. Bei diesem Verfahren werden die künftigen Verpflichtungen auf Grundlage der bis zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Sie zeigen den Teil der Leistungsverpflichtungen, der bis zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst wurde. Die Bewertung berücksichtigt Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter versicherungsmathematischer Parameter wie zum Beispiel die Lebenserwartung der Anwärter und Pensionäre, Steigerungen der Gehälter und Renten und den Zinssatz für die Abzinsung der Verpflichtungen. Der Rechnungszins wird auf der Grundlage der Renditen bestimmt, die am Bilanzstichtag für langfristige Industrieanleihen von Emittenten bester Bonität mit einer vergleichbaren Laufzeit gelten.

Die Planvermögen werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Für den Bilanzausweis werden der Barwert der Pensionsverpflichtungen und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens des jeweiligen Konzernunternehmens saldiert. Eine Zusammenfassung bzw. Saldierung der sich ergebenden unternehmensbezogenen Aktiv- oder Passivüberhänge erfolgt nicht. Übersteigt der beizulegende Zeitwert eines Planvermögens den Barwert der Pensionsverpflichtungen, wird dieser Rückzahlungsanspruch gegen das Planvermögen unter den „Sonstigen langfristigen Forderungen“ ausgewiesen. Ein Passivüberhang wird als „Rückstellung für Pensionsverpflichtungen“ ausgewiesen.

Der Dienstzeitaufwand wird im „Personalaufwand“ ausgewiesen, die Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen (Vermögenswert) im „Zinsaufwand“. Die Nettozinsen umfassen den Zinsaufwand auf die Pensionsverpflichtungen und Zinserträge auf das Planvermögen. Sie werden mit dem Rechnungszins für die Pensionsverpflichtungen ermittelt.

Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen werden im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Sie umfassen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Änderung der finanziellen Annahmen und demografischen Annahmen sowie aus erfahrungsbedingten Änderungen.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden passiviert, wenn eine Außenverpflichtung besteht und eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten des Konzerns werden als „Sonstige Verbindlichkeiten“ gemäß IAS 39 passiviert. Sie werden im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt bei Darlehen mit Disagio zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungs- und Treuhandverhältnisse

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden außerhalb der Bilanz erfasst. Sie entstehen, soweit eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung für die DBAG zum Bilanzstichtag besteht. Die Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert.

Bestehende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen werden als Dauerschuldverhältnisse außerhalb der Bilanz ausgewiesen. Die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen werden abgezinst.

Die Haftungsverhältnisse werden zum Erfüllungswert und Treuhandverhältnisse zu deren beizulegendem Zeitwert im Konzernanhang angegeben.

Bewertungs- und Abgangsergebnis aus Finanzanlagen sowie Krediten und Forderungen

In diesem Posten sind realisierte Erträge und Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen und Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Finanzanlagen enthalten. Daneben umfasst der Posten Wertminderungen von Krediten und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Sonstiges Ergebnis

Das sog. Sonstige Ergebnis bildet neben dem Konzernergebnis den zweiten Bestandteil des Konzern-Gesamtergebnisses. Über das Sonstige Ergebnis werden Geschäftsvorfälle ohne Berührung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Konzernfremde Gesellschafter haben im DBAG-Konzern keinen Anteil am Sonstigen Ergebnis.

Saldierung

Bei Aufstellung der Konzernbilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung des DBAG-Konzerns werden Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen grundsätzlich nicht saldiert, es sei denn, eine Vorschrift fordert oder erlaubt dies ausdrücklich.

Leasing

Es liegen nur Operating-Leasing-Verhältnisse vor. Die Leasingraten werden als Aufwand erfasst.

Fremdwährungen

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs erfolgswirksam bewertet. Da in den Konsolidierungskreis der Deutschen Beteiligungs AG keine ausländischen Gesellschaften einbezogen werden, ergeben sich diesbezüglich keine Effekte aus Währungsumrechnungen.

7. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI DER ANWENDUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert, dass der Vorstand bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden Ermessensentscheidungen trifft. Diese Entscheidungen können die Beträge im Abschluss erheblich beeinflussen. Die auf der Basis der getroffenen Ermessensentscheidungen angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungs- sowie Konsolidierungsmethoden sind in den vorstehenden Abschnitten 2. bis 6. im Einzelnen dargestellt. Die Beträge im Abschluss wurden am wesentlichsten beeinflusst von der Entscheidung, die Finanzanlagen nach IAS 39 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten (vgl. Abschnitt 6 „Erfolgswirksame Bewertung der Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert“). Dies hat den Vorteil, dass die zentralen Steuerungsgrößen für das Private-Equity-Geschäft, der Gesamtwert und die Wertentwicklung des Portfolios, unmittelbar im Konzernabschluss ablesbar sind.

8. ZUKUNFTSBEZOGENE ANNAHMEN UND SONSTIGE WESENTLICHE QUELLEN VON SCHÄTZUNGS - UNSICHERHEITEN

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nach den IFRS sind zukunftsbezogene Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen. Hierdurch können die Wertansätze der Bilanzposten sowie die Höhe der Erträge und Aufwendungen wesentlich beeinflusst werden. Den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen ist gemeinsam, dass ihr Eintritt mit Unsicherheit verbunden ist. Der Vorstand trifft die Entscheidungen über Annahmen und Schätzungen nach sorgfältiger Abwägung auf der Grundlage der zuletzt verfügbaren verlässlichen Informationen und bestehenden Erfahrungswerte. Die Annahmen und Schätzungen betreffen auch Sachverhalte, die vom Vorstand nicht beeinflusst werden können, zum Beispiel volkswirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die spätere tatsächliche Entwicklung kann von den Annahmen und Schätzungen abweichen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen. Bei Vorliegen neuer Informationen oder geänderter Erfahrungswerte werden die Annahmen und Schätzungen angepasst. Die Auswirkung einer geänderten Annahme oder Schätzung wird im Geschäftsjahr der Änderung und gegebenenfalls in späteren Geschäftsjahren im Wertansatz des Bilanzpostens sowie in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Nach den IFRS ist anzugeben, bei welchen Vermögenswerten und Schulden aufgrund von zukunftsbezogenen Annahmen und sonstigen Quellen von Schätzungsunsicherheiten das Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung des Buchwerts erforderlich werden könnte. Die Wesentlichkeit beurteilen wir anhand der Auswirkung auf das Konzerneigenkapital. Für wesentlich halten wir eine Anpassung des Buchwerts in der Größenordnung von drei Prozent des Konzerneigenkapitals.

Ein entsprechendes Risiko besteht bei den Finanzanlagen und Sonstigen Finanzinstrumenten, soweit deren Zeitwerte unter Verwendung von Einflussgrößen ermittelt wurden, die im Wesentlichen nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Hierarchiestufe 3 der Zeitwerte, vgl. Tz. 35.2). Diese sind in dem Posten „Finanzanlagen“ mit einem Betrag von 134.695 Tausend Euro (Vorjahr: 110.713 Tausend Euro) und in dem Posten „Sonstige Finanzinstrumente“ mit einem Betrag von 2.245 Tausend Euro (Vorjahr: 2.401 Tausend Euro) enthalten. Es handelt sich um den Teil der Finanzanlagen und Sonstigen Finanzinstrumente, der im Wesentlichen nach dem Multiplikatorverfahren bewertet wird. Der Umfang der möglichen Auswirkungen einer erforderlich werdenden Anpassung von Annahmen und Schätzungen kann nicht angegeben werden. Soweit sich allerdings die zugrunde liegenden Multiplikatoren um + / -1 ändern würden, ergäbe sich ceteris paribus für diesen Teil der Finanzanlagen eine Anpassung des Zeitwerts um + / -17.186 Tausend Euro (Vorjahr: 12.037 Tausend Euro). Das entspricht einem Anteil von sechs Prozent am Konzerneigenkapital.

1 Siehe http://www.privateequityvaluation.com/ (Stand Dezember 2012).