Online-Geschäftsbericht
2013/2014
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Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

9. Bewertungs- und Abgangsergebnis aus Finanzanlagen sowie Krediten und Forderungen

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
 50.28034.489
Bewertungsergebnis Portfolio 21.572 31.288
Abgangsergebnis Portfolio 28.943 5.382
Bewertungs- und Abgangsergebnis Portfolio 50.51536.670
Bewertungsergebnis Sonstige Finanzanlagen - 235 -2.181

Das Portfolio umfasst Anteile an assoziierten Unternehmen, sonstige Anteile an Portfoliounternehmen und Fondsinvestments sowie damit in Zusammenhang stehende Fremdkapitalinstrumente (vgl. Tz. 18 und Tz. 19).

Das Bewertungs- und Abgangsergebnis resultiert im Berichtsjahr und im Vorjahr ausschließlich aus Finanzanlagen.

Für weitere Erläuterungen zum Bewertungs- und Abgangsergebnis verweisen wir auf den Lagebericht (vgl. hier).

10. Laufende Erträge aus Finanzanlagen sowie Krediten und Forderungen

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
 4.2256.519
Laufende Erträge aus Finanzanlagen    
Portfolio 2.206 2.085
Sonstige Finanzanlagen 423 4.275
Zwischensumme 2.6296.360
Laufende Erträge aus Krediten und Forderungen    
Portfolio 1.596 159

Die laufenden Erträge aus Finanzanlagen beinhalten ausschließlich Ausschüttungen von Kapitalgesellschaften.

Die laufenden Erträge aus Krediten und Forderungen beinhalten ausschließlich Zinsen aus Genussrechten und Darlehen an Portfoliounternehmen.

11. ERTRÄGE AUS DER FONDSVERWALTUNG UND -BERATUNG

Die Erträge aus der Fondsverwaltung und -beratung setzen sich folgendermaßen zusammen:

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
 21.73618.889
DBG Fonds I 1.831 696
DBG Fonds III 20 20
DBAG Fund IV 418 614
DBAG Fund V 5.041 5.892
DBAG ECF 862 2.070
Sonstiges 28 29
Fondsverwaltung 8.2009.321
Fondsberatung (DBAG Fund VI) 13.536 9.568

Die Verwaltungserträge stammen aus der Verwaltung von Private-Equity-Fonds, an deren Seite die Deutsche Beteiligungs AG co-investiert (siehe Erläuterungen unter Tz. 40).

Die Beratungserträge resultieren aus der Beratung der Verwaltungsgesellschaft des DBAG Fund VI (siehe Erläuterungen unter Tz. 40).

12. Personalaufwand

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
 16.53313.793
Löhne und Gehälter15.42812.525
davon variable Vergütung:    
erfolgsbezogen 4.356 3.520
transaktionsbezogen 4.161 137
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung1.1051.268
davon Dienstzeitaufwand 393 479
davon für beitragsorientierte Pensionspläne (einschließlich Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung) 426 452

Die erfolgsbezogene Vergütung beinhaltet die Tantieme des Vorstands und die variable Vergütung der Mitarbeiter der DBAG. Die transaktionsbezogene Vergütung besteht aus den langfristigen Vergütungskomponenten für den Investitionserfolg. Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen 541 Tausend Euro (Vorjahr: 663 Tausend Euro) auf die Altersversorgung. Der Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung wird dabei den sozialen Abgaben und nicht den Aufwendungen für Altersversorgung zugerechnet.

Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) betrug:

 31.10.201431.10.2013
Angestellte (Vollzeit) 46 45
Angestellte (Teilzeit) 5 4
Auszubildende 5 6

Der Vorstand bestand zum Abschluss des Geschäftsjahres 2013/2014 aus drei (Vorjahr: drei) Mitgliedern.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 waren durchschnittlich 53 Angestellte (Vorjahr: 51) und fünf Auszubildende (Vorjahr: fünf) bei der Deutschen Beteiligungs AG beschäftigt.

13. Sonstige betriebliche Erträge

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
 9.7515.737
Weiterberechnete Kosten 7.610 4.128
Sonstiges 2.141 1.609

Die weiterberechneten Kosten umfassen Verauslagungen für DBAG-Fonds bzw. Portfoliounternehmen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Prüfung einer größeren Zahl von Beteiligungsmöglichkeiten für den DBAG ECF sowie der erstmals für ein komplettes Geschäftsjahr erbrachten Beratungstätigkeit für den DBAG Fund VI.

Die Position „Sonstiges“ enthält Erträge aus der Auflösung von Sonstigen Rückstellungen, die nicht Finanzanlagen betreffen, in Höhe von 426 Tausend Euro (Vorjahr: 847 Tausend Euro) und eine Umsatzsteuererstattung für Vorjahre von 1.125 Tausend Euro (Vorjahr: 0 Tausend Euro) aus abziehbarer Vorsteuer.

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
 21.22918.205
Transaktionsbezogener Beratungsaufwand 8.753 5.149
Anbahnungsaufwand 2.196 1.926
Sonstiger Beratungsaufwand 1.437 1.359
Beratungsaufwand 12.3868.434
Vergütung Fondsmanagement 2.695 1.888
Raumaufwendungen 1.059 1.043
Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Pressearbeit 920 977
Reise- und Repräsentationsaufwendungen 838 1.012
Umsatzsteuer 830 1.683
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte 416 419
Aufsichtsratsvergütung 388 233
Sonstiges 1.697 2.516

Die Beratungsaufwendungen umfassen überwiegend die Beratung im Zusammenhang mit potenziellen Beteiligungstransaktionen, Steuer- und allgemeine Rechtsberatung sowie IT. Ein Teil der transaktionsbezogenen Beratungsaufwendungen in Höhe von 7.610 Tausend Euro (Vorjahr: 4.128 Tausend Euro) wurde an DBAG-Fonds oder Portfoliounternehmen weiterberechnet (siehe Tz. 13).

Die Beteiligungen an der Seite des DBAG Fund VI sind anders strukturiert als bisherige Co-Investments mit DBAG-Fonds: Erstmals entrichtet auch die DBAG eine Vergütung für das Management des Co-Investments über die DBAG Fund VI Konzern GmbH & Co. KG. Die Vergütung ist seit Beginn der Investitionsperiode des Fonds am 15. Februar 2013 zu leisten und wird unter „Vergütung Fondsmanagement“ ausgewiesen. Gleichzeitig erhält die DBAG im Rahmen der Beratungstätigkeit für die Verwaltungsgesellschaft des Fund VI eine Beratungsvergütung (siehe Tz. 11).

Der Posten „Sonstiges“ umfasst diverse weitere Aufwendungen des Geschäftsbetriebs, insbesondere sonstige Personalaufwendungen, Aufwendungen für Fremdpersonal, Kraftfahrzeuge, Versicherungen und Büromaterial.

15. Zinsertrag

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
 443947
Finanzamt 105 420
Wertpapiere 153 248
Sonstiges 185 279

Die „Zinserträge Finanzamt“ im Vorjahr beruhen auf einer irrtümlichen Steuererstattung des Finanzamts, die noch im selben Geschäftsjahr korrigiert wurde. Die Stornierung der irrtümlich erfolgten Zinsgutschrift erfolgte über den Zinsaufwand (vgl. Tz. 16).

Die Zinserträge entfallen auf folgende Kategorien von Finanzinstrumenten:

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
 443947
Kredite und Forderungen 290 679
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 153 248
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 0 20

16. Zinsaufwand

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
 157831
Zinsaufwand Pensionsrückstellungen 917 788
Geplante Erträge des Planvermögens -824 -378
Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 93410
Finanzamt 5 420
Sonstige 59 1

Der Anstieg der Zinserträge aus dem Planvermögen resultiert aus der erstmaligen Anwendung von IAS 19 (vgl. dazu die Ausführungen unter Tz. 3 [Änderungen zu IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“]). Zu den Parametern für die beiden Komponenten der Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen wird auf Tz. 30 verwiesen.

Wegen des „Zinsaufwands Finanzamt“ im Vorjahr vgl. die Erläuterungen zu Tz. 15.

17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
 417482
Effektive Steuern 418 500
Latente Steuern -1 -18

Die effektiven Steuern im Geschäftsjahr 2013/2014 beinhalten neben einem Steueraufwand in Höhe von 401 Tausend Euro für 2013/2014 auch Steuern für Vorjahre in Höhe von 17 Tausend Euro. Die irrtümlich erfolgte Steuererstattung und deren Rückzahlung an das Finanzamt wurden im Vorjahr in den effektiven Steuern verrechnet (vgl. auch Tz. 15).

Die latenten Steuern basieren auf der Entstehung bzw. Umkehr temporärer Unterschiede zwischen den IFRS-Bilanzwerten und Steuerbilanzwerten von Vermögenswerten und Schulden. Temporäre Unterschiede bestehen im Wesentlichen bei Finanzanlagen und Pensionsrückstellungen. Die Konzerngesellschaften weisen im Geschäftsjahr überwiegend einen Überhang aktiver latenter Steuern aus, der im Wesentlichen durch steuerliche Verlustvorträge hervorgerufen wurde. Da es auf Basis der ausgeübten Geschäftsaktivitäten und deren steuerlicher Behandlung nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ausreichend zu versteuernde Gewinne vorhanden sein werden, um den Steuervorteil nutzen zu können, wurde von einer Aktivierung der latenten Steuerbeträge bei den betreffenden Konzerngesellschaften abgesehen. Der latente Steuerertrag des Berichtsjahres in Höhe von 1 Tausend Euro (Vorjahr: 18 Tausend Euro) entfällt ausschließlich auf die DBG Advisors Kommanditaktionär GmbH & Co. KG. Zum 31. Oktober 2014 bestehen weder latente Ertragsteueransprüche noch latente Ertragsteuerverpflichtungen, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wurden.

Die Überleitung von der theoretisch zu erwartenden Steuerbelastung einer Kapitalgesellschaft zum tatsächlich im Konzernabschluss der DBAG erfassten Betrag stellt sich folgendermaßen dar:

Angaben in Tsd. € 2013/20142012/2013
Ergebnis vor Steuern 48.516 33.752
Anzuwendender Steuersatz für Kapitalgesellschaften in % 31,93 31,93
Theoretischer Steuerertrag/-aufwand15.48910.777
     
Veränderung des theoretischen Steuerertrags/-aufwands:    
Steuerfreies positives Bewertungs und Abgangsergebnis -14.939 -10.466
Sonstige nicht versteuerte Verluste (Vorjahr: nicht aktivierte Gewinne) -2.335 2.137
Nicht aktivierte steuerliche Verlustvorträge des laufenden Jahres 817 3
Steuerlich nicht abzugsfähiges negatives Bewertungs- und Abgangsergebnis 2.850 1.022
Steuerfreie laufende Erträge -561 -1.688
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 88 73
Steuern Vorjahre 411 89
Anpassung KSt-Guthaben infolge steuerlicher Außenprüfung 2000–2003 0 -41
Nutzung von bisher nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen -361 -1.050
Abweichende Steuersätze -1.385 -406
Sonstige Effekte 343 32
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag417482
Steuerquote in %0,86 1,43

Eine wesentliche Säule des Geschäfts der DBAG besteht in dem Eingehen und der Veräußerung von Beteiligungen an der Seite von DBAG-Fonds. Bei den Beteiligungen handelt es sich um Kapitalgesellschaften, sodass im Rahmen des § 8b KStG das (positive) Bewertungs- und Abgangsergebnis in Höhe von 14.939 Tausend Euro (Vorjahr: -10.466 Tausend Euro) steuerfrei zu vereinnahmen ist.

Aufgrund der überwiegend bestehenden negativen steuerlichen Ergebnisbeiträge der Konzerngesellschaften werden auf Konzernebene mangels Werthaltigkeit keine latenten Steuern aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz erfasst. Der steuerliche Überleitungseffekt in Höhe von -2.335 Tausend Euro (im Vorjahr 2.137 Tausend Euro) bildet daher die Fortentwicklung der sonstigen temporären Differenzen aus abweichenden Bilanzansätzen zwischen IFRS und Steuerrecht ab.

Der erwartete Steuersatz für Kapitalgesellschaften setzt sich aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (15,83 Prozent) sowie Gewerbesteuer (16,10 Prozent) zusammen. Der Steuersatz der Deutschen Beteiligungs AG beträgt 15,83 Prozent, da die Deutsche Beteiligungs AG als anerkannte Unternehmensbeteiligungsgesellschaft von der Gewerbesteuer befreit ist.