Online-Geschäftsbericht
2013/2014
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Aktienkurs und Liquidität

AKTIENKURS SCHLÄGT VERGLEICHSINDIZES DEUTLICH

Zum 31. Oktober 2014 setzte sich der LPX Direct aus 30 Konstituenten mit einer Marktkapitalisierung von 46,9 Milliarden Euro zusammen. Die DBAG ist die einzige deutsche Aktie im Index (Gewichtung 0,64 Prozent).

Der Kurs unserer Aktie hat sich im Geschäftsjahr 2013/2014 deutlich besser als ihre Vergleichsindizes entwickelt. Im Zuge einer starken Entwicklung zu Beginn des Geschäftsjahres erreichte sie im Januar 2014 ihren höchsten Tagesschlusskurs im Xetra-Handel von 22,82 Euro und tendierte dann überwiegend seitwärts. Nach der Hauptversammlung fiel der Kurs – wie häufig bei unserer Aktie zu beobachten – deutlich zurück und erreichte sein Jahrestiefstkurs Mitte April bei 18,50 Euro. Von diesem Niveau erholte er sich jedoch zügig. Die erfolgreiche Veräußerung der Homag-Beteiligung trug in der Folge dazu bei, dass der Kurs in sehr volatilen Märkten nur in einer engen Bandbreite zwischen 21 und 22 Euro schwankte. Zum Ende des Geschäftsjahres lag der Xetra-Jahresschlusskurs bei 21,83 Euro.

WERTENTWICKLUNG DBAG-DEPOT ÜBER EIN JAHR SOWIE FÜNF UND ZEHN JAHRE

(Start am 1. November 2013, 2009 und 2004 mit einem Guthaben von jeweils 10.000 €, in €)

WERTENTWICKLUNG DBAG-DEPOT ÜBER EIN JAHR SOWIE FÜNF UND ZEHN JAHRE

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 waren im März 2014 eine Dividende von 0,40 Euro je Aktie sowie eine Sonderdividende von 0,80 Euro je Aktie ausgeschüttet worden, insgesamt 16,4 Millionen Euro. Das entspricht einer Ausschüttungsrendite von 6,6 Prozent auf Basis des Eigenkapitals je Aktie zu Beginn des Geschäftsjahres (vermindert um die Ausschüttung für das Vorjahr) oder von 6,2 Prozent gemessen am Jahresanfangskurs. Aus Kursentwicklung und Ausschüttung ergibt sich für die Aktionäre der DBAG im Lauf des Geschäftsjahres eine Wertentwicklung von 19,5 Prozent. Unsere Aktie übertraf damit die Wertentwicklung wichtiger Indizes deutlich. Der Dax verbesserte sich in diesem Zeitraum um lediglich 3,2 Prozent, der S-Dax blieb per saldo unverändert, der LPX Direct, ein Index anderer Private-Equity-Aktien, stieg um 8,5 Prozent. Auch über längere Zeiträume schnitt eine Anlage in DBAG-Aktien zum Teil deutlich besser ab als Investments in den LPX Direct, in den Dax oder den S-Dax.

LIQUIDITÄT DER AKTIE: HANDELSVOLUMEN AUF HÖCHSTEM STAND SEIT FÜNF JAHREN

Besonders erfreulich ist, dass die positive Kursentwicklung unserer Aktie zugleich mit einer erneut deutlich verbesserten Liquidität einherging. Mit 7,2 Millionen Aktien nach 6,1 Millionen Stück im Vorjahr wurde an den deutschen Börsen das höchste Volumen seit der Finanzmarktkrise 2008 umgesetzt. Das ist umso bemerkenswerter, als im gleichen Zeitraum der außerbörsliche Handel deutlich an Bedeutung gewonnen hat. So weist das Informationssystem Bloomberg für unsere Aktie im Geschäftsjahr 2013/2014 den Umsatz von weiteren 2,4 Millionen Aktien aus, die direkt zwischen Käufer und Verkäufer gehandelt wurden. Damit wurde knapp ein Viertel des Handels in unserer Aktie außerhalb der Börsen (over the counter – OTC) abgewickelt. Vor fünf Jahren wurde diese Handelsform noch kaum genutzt, im Geschäftsjahr 2012/2013 hatte ihr Anteil sogar knapp 29 Prozent betragen.

Die Monatsumsätze in der DBAG-Aktie waren 2013/2014 jenseits der häufig zu verzeichnenden Umsatzspitze im Hauptversammlungsmonat März deutlich ausgeglichener als im Vorjahr. Eine gleichmäßige Handelbarkeit ist für viele institutionelle Investoren ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Aktien. Im Durchschnitt wurden am Tag 28.741 Aktien an deutschen Börsen gehandelt (Vorjahr: 24.155). 72 Prozent (Vorjahr: 76 Prozent) der Börsenumsätze liefen über die Handelsplattform Xetra. Bezogen auf die Marktkapitalisierung der Aktien im Streubesitz wurden die im Streubesitz befindlichen Aktien rund 1,00-mal umgeschlagen (2012/2013: 0,90-mal).1

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG UNSERE DIVIDENDENPOLITIK SETZEN WIR FORT: SONDERDIVIDENDE NACH ERFOLGREICHER HOMAG-VERÄUSSERUNG

Erläuterung der Dividendenpolitik – Lagebericht: Ziele und Strategie

Die Aktionäre der Deutschen Beteiligungs AG sollen in Form möglichst regelmäßiger Dividenden am Unternehmenserfolg teilhaben – das ist eines unserer wesentlichen finanziellen Ziele. Dem folgt unsere seit Jahren unveränderte Dividendenpolitik. Sie beinhaltet zwei Komponenten: eine Basisdividende sowie Sonderausschüttungen bei besonders hohen Veräußerungserlösen und ausreichender Liquidität. Auch für das Geschäftsjahr 2013/2014 behalten wir unsere bisherige Politik bei.

Maßgeblich für die Dividendenfähigkeit der DBAG ist entsprechend den gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland der Jahresabschluss der Deutschen Beteiligungs AG nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Das HGB-Jahresergebnis beruht im Wesentlichen auf realisierten Veräußerungen. Nicht realisierte Bewertungsergebnisse werden – abgesehen von dauerhaften Wertminderungen – im HGB-Abschluss nicht berücksichtigt.

Nach der erfolgreichen Veräußerung der Homag-Beteiligung soll die Basisdividende unverändert 0,40 Euro je Aktie betragen. Zusätzlich soll eine Sonderdividende in Höhe von 1,60 Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden. In der Summe schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung damit eine Ausschüttung von 2,00 Euro je Aktie oder 27,4 Millionen Euro vor. Das entspricht einer Ausschüttungsrendite, bezogen auf das Eigenkapital je Aktie zu Beginn des Geschäftsjahres (vermindert um die Ausschüttung für das Vorjahr), von 10,4 Prozent. Die durchschnittliche Ausschüttungsrendite über die vergangenen zehn Geschäftsjahre beträgt 9,3 Prozent.

1 Börsenumsatz und OTC-Umsatz, berechnet mit einem Streubesitzanteil von 70,0 Prozent