Online-Geschäftsbericht
2013/2014
Expansion
fördern.
Kontinuität
sichern.
Wir machen starke Unternehmen stärker.

Wirtschaftliche Lage des Konzerns

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Realwirtschaft: Wirtschaftliche Dynamik hat nachgelassen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im vergangenen Geschäftsjahr verschlechtert. Das ist zum Beispiel ablesbar an den Prognosen für das Wachstum der deutschen Wirtschaft 2014. Sie wurden im Jahresverlauf nach unten korrigiert: Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung passte seine Wachstumserwartung für das Bruttoinlandsprodukt 2014 von 1,9 Prozent (März 2014) auf 1,2 Prozent (November 2014) an; in ähnlichem Umfang korrigierten die deutsche Bundesregierung und der Internationale Währungsfonds ihre Prognosen1. Vor allem die höheren geopolitischen Risiken und die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung in großen Mitgliedstaaten des Euroraums – so die Wirtschaftsforscher – dürften den Dämpfer ausgelöst haben. Die erwartete Belebung der Ausrüstungsinvestitionen ist trotz anhaltend sehr günstiger Finanzierungsbedingungen ausgeblieben, während das Konsumklima in Deutschland weitgehend stabil blieb.

Einen größeren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung unserer Portfoliounternehmen als die zuvor genannten Faktoren hat die Konjunktur im Euroraum und in wichtigen Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien sowie in den USA. Mit Ausnahme der USA und Großbritanniens wurden auch in diesen Wirtschaftsräumen die Erwartungen an das Jahr nicht erfüllt. In den Schwellenländern hat sich die konjunkturelle Abschwächung des Jahres 2013 im ersten Halbjahr 2014 fortgesetzt. In einigen Volkswirtschaften – unter anderem in Brasilien – ging die Produktion im ersten Halbjahr sogar zurück. Dort bleiben Ausrüstungsinvestitionen weiterhin niedriger als zuvor. Auch in anderen Schwellenländern fiel der Wachstumsrückgang aufgrund länderspezifischer Faktoren, nicht zuletzt der Krise in Osteuropa, kräftiger aus als erwartet.

Finanzmärkte: Keine größeren Veränderungen

An den Finanzmärkten blieben 2014 grundsätzliche Veränderungen weitgehend aus. Insbesondere die Europäische Zentralbank hat ihre Niedrigzinspolitik 2014 jedoch noch einmal forciert. Der durchschnittliche Zinssatz für Neukredite an Unternehmen im Euroraum ist seit Senkung des Leitzinses von 0,5 Prozent Anfang November 2013 auf 0,05 Prozent um gut einen halben Prozentpunkt gesunken. Trotzdem führt die Schwäche des Bankensystems in wichtigen europäischen Volkswirtschaften zu einer schleppenden Kreditvergabe mit Folgen für die Realwirtschaft. In den USA steht eine Zinserhöhung im Raum, wurde aber noch nicht umgesetzt. In einigen Schwellenländern (Brasilien, Indien, Russland) dämpften höhere Zinsen 2014 die Nachfrage. Eine restriktive Kreditvergabe belastet die Investitionstätigkeit der Wirtschaft und trifft in unserem Portfolio jene Unternehmen, die Investitionsgüter herstellen.

Finanzierungen, die Private-Equity-Gesellschaften zur Strukturierung von MBOs nachfragen, stehen hingegen in ausreichendem Volumen und mit attraktiven Konditionen zur Verfügung.

Währungen: Negativer Einfluss auf Wertentwicklung

Währungskursänderungen beeinflussen unser Geschäft direkt und indirekt: Einen Teil unserer Beteiligungen (IFRS-Wert zum 31. Oktober 2014: 19,4 Millionen Euro, Vorjahr: 24,0 Millionen Euro) sind wir auf US-Dollar-Basis eingegangen, sodass sich Veränderungen des Wechselkurses über Wertänderungen direkt im Bewertungsergebnis niederschlagen. Der Wert des US-Dollar gegenüber dem Euro erhöhte sich zwischen den beiden Bilanzstichtagen um 8,4 Prozent. Der Wert der in US-Dollar eingegangenen Beteiligungen profitierte davon mit 1,5 Millionen Euro. 2012/2013 hatte sich ein negativer Währungseffekt von 1,2 Millionen Euro ergeben.

2013/2014 verzeichneten wir allerdings auch negative Effekte aus der Schwäche der Währung wichtiger Schwellenländer. Portfoliounternehmen unterhalten Produktionsstandorte in Brasilien und der Türkei. Dort erzielte Erträge führten wegen der Abwertung der Landeswährungen zu niedrigeren Gewinnbeiträgen auf Euro-Basis. Außerdem dämpfen schwächere Landeswährungen die Nachfrage nach den Investitionsgütern, die an deutschen Standorten der Portfoliounternehmen produziert werden. Im vergangenen Geschäftsjahr haben die negativen Auswirkungen anderer Währungsparitäten auf den Portfoliowert die positiven übertroffen.

Private-Equity-Markt 2014: Intensiverer Wettbewerb

Die Deutsche Beteiligungs AG verfolgt seit Jahren eine sehr individuell ausgerichtete Investitionsstrategie in Bezug auf Geschäftsmodelle, Unternehmensgrößen und Branchen. Wir konzentrieren uns auf das mittlere Marktsegment im deutschsprachigen Raum, das heißt auf Transaktionen mit einem Volumen von 50 bis 250 Millionen Euro. Das ist, gemessen an Zahl der Transaktionen und Investitionsvolumen, ein eher kleiner Teil des Private-Equity-Markts. Deshalb ist es schwierig, allgemeine Aussagen über den Beteiligungsmarkt in Deutschland2 auf die Aktivitäten in unserem Teil des Marktes zu beziehen oder daraus Folgen für konkrete Geschäftsmöglichkeiten der DBAG abzuleiten. Wenn ein Unternehmen veräußert werden soll, ist oft nicht entschieden, ob ein strategischer Käufer oder ein Finanzinvestor neuer Gesellschafter wird. Deshalb betrachten wir nicht nur den Markt für Private-Equity-Transaktionen, sondern den Markt für Unternehmenstransaktionen insgesamt.

M&A-MARKT DEUTSCHLAND – TRANSAKTIONSWERT

in Mrd. €

M&A-MARKT DEUTSCHLAND – TRANSAKTIONSWERT

Der M&A-Markt ist in den vergangenen beiden Jahren zwar gewachsen. Das Wachstum kommt allerdings nicht Finanzinvestoren zugute3. Strategische Käufer verfügen über starke Bilanzen und nutzen ihre Mittel vermehrt für Zukäufe. Hinzu kommt, dass angesichts des niedrigen Zinsniveaus weitere Akteure am M&A-Markt den Wettbewerb um attraktive Unternehmen intensiviert haben. Zu nennen sind Stiftungen und sogenannte Family Offices, die das Vermögen einzelner oder mehrerer Familien verwalten. Das Volumen des M&A-Markts, das Finanzinvestoren zugutegekommen ist, ist seit 2012 stabil.

Wesentlicher Treiber im Beteiligungsgeschäft ist nach unserer Einschätzung weiterhin die verfügbare Liquidität: Erstens haben Private-Equity-Fonds hohe Kapitalzusagen erhalten und müssen diese Mittel nun investieren. Zweitens werden Akquisitionsfinanzierungen in ausreichendem Maße offeriert. Diesem großen Angebot an investitionsbereiten Mitteln steht ein begrenztes Angebot an Investitionsmöglichkeiten gegenüber. In der Folge sind die Bewertungen, insbesondere für gut aufgestellte Unternehmen, stetig gestiegen. Diese im historischen Vergleich hohen Bewertungen zu akzeptieren fällt wiederum strategischen Investoren leichter, die in ihre Renditeüberlegungen Erträge aus Synergien einbeziehen können.

Entwicklung der Transaktionsmöglichkeiten

Die Zahl der Beteiligungsmöglichkeiten, mit denen wir uns befassen können, ist auf hohem Niveau nahezu stabil. Unter den Beteiligungsmöglichkeiten liegt der Anteil der Möglichkeiten aus unseren Kernsektoren, also vor allem aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilzulieferung und der industriellen Dienstleistung, weiterhin bei knapp 50 Prozent.

ENTWICKLUNG VON GESCHÄFT UND PORTFOLIO

Veränderungen im Portfolio: Ein neues Management-Buy-out und Zukäufe bei Portfoliounternehmen

Im vergangenen Geschäftsjahr ist die DBAG eine neue Beteiligung eingegangen: Wir haben das Management-Buy-out der Bäckereikette „UNSER HEIMATBÄCKER“ strukturiert, der zweiten Beteiligung des DBAG Fund VI. Darüber hinaus haben wir den Anteil an einer bestehenden Beteiligung (INEXIO) erhöht, Portfoliounternehmen den Erwerb ergänzender kleinerer Unternehmen (ROMACO, „UNSER HEIMATBÄCKER“) ermöglicht und unsere Verpflichtungen aus der Vereinbarung von Wachstumsfinanzierungen erfüllt (INEXIo, DNS:NET).

Zwei Beteiligungen (HOMAG GROUP AG, DR. VOGLER) schlossen wir nach jeweils außergewöhnlich langer Haltedauer mit großem Erfolg ab.

Die Beteiligung an der HOMAG GROUP AG war, gemessen an den Anschaffungskosten und am Portfoliowert, die weitaus größte Beteiligung in unserem Portfolio. Sie gehörte zu den ältesten Engagements: Die erste Investition, eine minderheitliche Beteiligung, geht auf das Jahr 1997 zurück. Die DBAG begleitete die zügige Expansion des Maschinenbauunternehmens und unterstützte Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität. Ziel war es, Homag an die Börse zu begleiten, um so die Nachfolge in dem Familienunternehmen zu regeln. Im Herbst 2006 vereinbarten wir die Aufstockung der Beteiligung: DBAG, DBAG Fund IV und DBAG Fund V erwarben die Mehrheit. Der Börsengang der Homag Group AG im Juli 2007 ermöglichte eine Teilveräußerung der Beteiligung, deren Erlös die investierten Mittel bereits deutlich übertraf.

Das wirtschaftliche Ergebnis der Transaktion wird unter „Ertragslage – Ergebnis Fonds- und Beteiligungsgeschäft“ beschrieben

Mit der Veräußerung der verbliebenen Homag-Aktien im Juli 2014 erreichten wir alle unsere Ziele: Im Einvernehmen mit dem zweiten Großaktionär identifizierten wir ein weltweit tätiges Industrieunternehmen mit starken regionalen Wurzeln als Käufer, der nach unserer Auffassung beste Voraussetzungen dafür bietet, dass die Homag Group AG ihre gute Entwicklung nach der erfolgreichen Neuausrichtung in den vergangenen Jahren fortsetzen und ihre Wachstumsziele erreichen kann. Zudem fanden wir – wie bei allen wesentlichen Veräußerungen der jüngeren Zeit – abermals einen strategischen Käufer, der bereit war, eine Prämie auf den Marktwert zu zahlen. Wir beendeten unser langjähriges Engagement daher mit einer attraktiven Rendite: Addiert man zu dem jetzigen Erlös den Zufluss aus dem Homag-Börsengang im Juli 2007 und die seit 1997 erhaltenen Dividenden, ergibt sich ein Kapitalmultiplikator von 3,5. Das heißt: Die Summe der Erlöse übertrifft die Anschaffungskosten um das 2,5-Fache.

Bereits auf das Jahr 1975 geht der Beginn der Beteiligung an der DR. VOGLER GMBH & CO. KG, einem regionalen Autohaus mit acht Standorten im Rhein-Main-Gebiet, zurück. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 veräußerten wir 94 Prozent der stillen Beteiligung an der Gesellschaft und ebenso 94 Prozent des Kommanditanteils, den wir für den DBG Fonds I, einen älteren DBAG-Fonds, verwalteten. Die DBAG hatte in den vergangenen Jahrzehnten regelmäßig Gewinnausschüttungen erhalten. Zuletzt war die DBAG mit rund 51 Prozent am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligt, der Fonds mit gut 18 Prozent. Hinzu kam nun der Erlös aus der Veräußerung dieser Beteiligung, die zu den kleineren im Portfolio gehörte.

Seit Juni 2014 ist die DBAG an der Unser Heimatbäcker GmbH beteiligt („UNSER HEIMATBÄCKER“). Das Unternehmen gehört, gemessen an der Zahl der Verkaufsstellen, zu den zehn größten Filialbäckereien Deutschlands. Das Unternehmen mit rund 360 Verkaufsstellen, 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 99 Millionen Euro Jahresumsatz (2013) ist aus dem Zusammenschluss verschiedener Bäckereiketten in den vergangenen Jahren entstanden. Unter Begleitung der DBAG will das Unternehmen die Konsolidierung der Bäckereibranche weiter aktiv gestalten. Dazu trägt auch der Erwerb einer kleineren Bäckereigruppe kurz nach Beteiligungsbeginn bei, den Gesellschafter des Unternehmens finanziert haben.

INVESTITIONEN IN DAS PORTFOLIO

in Mio. €

INVESTITIONEN IN DAS PORTFOLIO

Insgesamt hat die DBAG 2013/2014 Investitionsentscheidungen über rund 92 Millionen Euro ausgelöst. Davon stammen 20,0 Millionen aus der eigenen Bilanz und weitere rund 72 Millionen aus Zusagen der Fondsinvestoren.

Als Folge der Investitionszurückhaltung in den Jahren der Finanzkrise (2008 – 2011) ist das Portfolio der DBAG gegenwärtig jung. Am Stichtag entfielen 72 Prozent des Portfoliowerts auf Beteiligungen, die zu diesem Zeitpunkt jünger als fünf Jahre waren (Vorjahr: 42 Prozent).


ALTERSSTRUKTUR DES PORTFOLIOS
 Anzahl der BeteiligungenAnschaffungskosten
(Mio. €)
IFRS-Wert
(Mio. €)
IFRS-Wert
(in %)
Summe19119,9153,1 
< 2 Jahre 8 53,9 67,4 44,1
2 bis 5 Jahre 4 33,0 42,6 27,8
> 5 Jahre 7 18,7 35,9 23,5
Sonstiges*   14,3 7,1 4,7

* Wert verbliebener Teile (u.a. Garantieeinbehalte) bereits veräußerter Engagements

Mittelbeschaffung: Fonds in der ersten Hälfte der Investitionsphase

Wir hatten 2011 einen Fonds für minderheitliche Beteiligungen an Familienunternehmen in Form von Wachstumskapital (DBAG Expansion Capital Fund) und 2012 einen Buy-out-Fonds (DBAG Fund VI) eingeworben. Die Fonds haben noch mehr als zwei bzw. drei Jahre ihrer Investitionsphase vor sich, sodass wir im vergangenen Geschäftsjahr keine Mittel einwerben mussten. Das insgesamt betreute Vermögen4 betrug zum Stichtag 1,3 Milliarden Euro; davon entfielen 153,1 Millionen auf die Konzernbilanz der DBAG-Gruppe und 199,1 Millionen Euro auf die offenen Investitionszusagen der DBAG.

Aktie: Deutliche Kurssteigerung

Unsere Aktie ließ ihre Vergleichsindizes 2013/2014 hinter sich. Im Zuge einer starken Entwicklung zu Beginn des Geschäftsjahres erreichte sie im Januar 2014 ihren höchsten Tagesschlusskurs im Xetra-Handel von 22,82 Euro. Der Xetra-Jahresschlusskurs von 21,83 Euro am 31. Oktober 2014 entspricht im Vergleich zum Stand ein Jahr zuvor (31. Oktober 2013) einem Kursanstieg um 12,8 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 waren im März 2014 eine Dividende von 0,40 Euro je Aktie sowie eine Sonderdividende von 0,80 Euro je Aktie ausgeschüttet worden, insgesamt 16,4 Millionen Euro. Das entspricht einer Ausschüttungsrendite von 6,6 Prozent auf Basis des Eigenkapitals je Aktie zu Beginn des Geschäftsjahres 2012/2013 oder von 6,2 Prozent gemessen am Schlusskurs des genannten Geschäftsjahres. Aus Kursentwicklung und Ausschüttung ergab sich für die Aktionäre der DBAG eine Wertentwicklung von 19,5 Prozent im Lauf des Geschäftsjahres. Im Vergleich mit gängigen Indizes und über verschiedene Zeiträume zeigt sich folgendes Bild:


WERTENTWICKLUNG (p.a., in %) ÜBER …
 DBAG-AktieDaxS-DaxLPX Direct*
1 Jahr (Geschäftsjahr 2013/2014) 19,5 3,2 0,0 8,5
3 Jahre (Geschäftsjahre 2011/2012 bis 2013/2014) 18,9 16,9 14,4 20,2
5 Jahre (Geschäftsjahre 2009/2010 bis 2013/2014) 13,7 11,4 14,4 16,3
10 Jahre (Geschäftsjahre 2004/2005 bis 2013/2014) 16,2 8,8 8,5 5,7

* Index aus 30 internationalen börsennotierten Private-Equity-Gesellschaften, die wie die DBAG direkte Unternehmensbeteiligungen eingehen

ERTRAGSLAGE

Gesamtbewertung: Deutlich höheres Konzernergebnis nach erfolgreichen Veräußerungen

Das Konzernergebnis von 47,8 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013/2014, nach einem Konzernergebnis von 32,3 Millionen Euro im Vorjahr, gründet vor allem auf einem erfreulichen Bewertungs- und Abgangsergebnis aus Finanzanlagen sowie Krediten und Forderungen (Bewertungs- und Abgangsergebnis). Es erreicht 50,3 Millionen Euro, nach 34,5 Millionen Euro im Vorjahr (jeweils vor Anteilen Dritter). Das Bewertungs- und Abgangsergebnis enthält zu knapp 60 Prozent das Ergebnis aus Abgängen von Finanzanlagen; gut 40 Prozent entfallen auf im Jahresverlauf eingetretene Wertänderungen der Finanzanlagen, Kredite und Forderungen. 2012/2013 hatte vor allem die deutliche Wertsteigerung der Beteiligung an der Homag Group AG das Bewertungs- und Abgangsergebnis geprägt.

Im Anstieg des Ergebnisses aus dem Fonds- und Beteiligungsgeschäft (76,2 Millionen Euro, nach 59,9 Millionen Euro im Vorjahr) spiegeln sich auch höhere Erträge aus der Fondsverwaltung und -beratung wider. Die Netto-Kostenquote, also der um Sondereinflüsse5 bereinigte Saldo der Erträge aus der Fondsverwaltung und -beratung und der Übrigen Ergebnisbestandteile, liegt mit 0,7 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,5 Prozent. In den Übrigen Ergebnisbestandteilen ist vor allem der Aufwand für das Management unseres Portfolios bzw. für die Verwaltung und Beratung der DBAG-Fonds zusammengefasst.

Bewertungs- und Abgangsergebnis: Größter Beitrag aus erfolgreichen Veräußerungen

Das BEWERTUNGS- UND ABGANGSERGEBNIS in Höhe von 50,3 Millionen Euro (Vorjahr: 34,5 Millionen Euro) ist der größte Bestanteil des Ergebnisses aus dem Fonds- und Beteiligungsgeschäft. Es setzt sich aus dem Bewertungsergebnis von 21,3 Millionen Euro (Vorjahr: 29,1 Millionen Euro) und dem Abgangsergebnis von 28,9 Millionen Euro (Vorjahr: 5,4 Millionen Euro) zusammen.

Mit 24,6 Millionen Euro entfällt der größte Einzelbeitrag für das Bewertungs- und Abgangsergebnis auf die Homag Group AG: Um diesen Betrag übersteigt der Netto-Veräußerungserlös den Wertansatz der Beteiligung zu Beginn des Geschäftsjahres. Die Veräußerung der Beteiligung Autohaus Dr. Vogler und die Auflösung von Garantieeinbehalten früherer Veräußerungen tragen 4,4 Millionen Euro zum Abgangsergebnis bei.

Der Wert des fortgeführten Portfolios (Bewertungsergebnis) übertrifft den Vorjahreswert um 21,6 Millionen Euro. Der Zuwachs stammt aus jenen Beteiligungen, die während des gesamten Geschäftsjahres im Portfolio waren: Beteiligungen, die jünger als ein Jahr sind, werden üblicherweise mit ihren Transaktionswerten als dem bestmöglichen Schätzwert für den Zeitwert bilanziert und können daher in diesem Zeitraum nicht positiv zum Bewertungsergebnis beitragen6. Die Mehrzahl der Portfoliounternehmen leistete 2013/2014 angesichts einer guten Geschäftsentwicklung einen positiven Wertbeitrag: Für nahezu alle Portfoliounternehmen zeichnete sich zum Bewertungsstichtag für 2014 ein im Vergleich zum Vorjahr höheres Ergebnis und eine niedrigere Verschuldung ab; Budgets wurden häufig übertroffen. Wenn in Einzelfällen Umsatz- und Ergebniserwartungen für 2014 unter den Vorjahres- oder Budgetwerten blieben, waren dafür Markteinflüsse verantwortlich, die wir nicht als nachhaltig oder als Gefahr für die strategische Positionierung des jeweiligen Portfoliounternehmens ansehen.

Bewertungs- und Abgangsergebnis
(nach Quellen)
in Mio. € 2013/142012/13
 50,334,5
Bewertung der nicht
börsennotierten Beteiligungen
(Multiplikatorverfahren)
   
Ergebnisveränderung 8,0 1,0
Veränderung Multiplikatoren 8,2 2,9
Veränderung Verschuldung 2,4 0,4
Veränderung Wechselkurse 1,1 -1,2
Bewertungsänderung
aufgrund Homag-Kurs
0,0 23,6
Abgangsergebnis* 27,2 5,4
Sonstiges 3,4 2,4
Bewertungs- und Abgangsergebnis
(nach Bestandteilen)
in Mio. € 2013/142012/13
 50,334,5
Positive
Bewertungsänderungen
   
Kursänderung Homag 0 23,6
Übrige positive
Bewertungsänderungen
27,7 9,4

Negative
Bewertungsänderungen
-6,0 -1,7

Abgangsergebnis*
27,2 5,4

Sonstiges
1,4 -2,2

* Ergebnisbeiträge von 1,7 Millionen Euro aus dem Eingang zunächst zurückbehaltener Kaufpreisbestandteile aus Veräußerungen vorangegangener Geschäftsjahre sind unter „Sonstiges“ erfasst. Siehe Konzernanhang, „Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

PORTFOLIOWERT NACH ZUGRUNDE LIEGENDEM EBITDA-MULTIPLIKATOR

in %

6,0x 6,0 bis 8,0x ≥ 8,0x PORTFOLIOWERT NACH ZUGRUNDE LIEGENDEM EBITDA-MULTIPLIKATOR

Die Veränderung der Kapitalmarktmultiplikatoren war per Saldo wertsteigernd: Zwar ging der EBITDA-Multiplikator der Vergleichsgruppe der Maschinenbauunternehmen von 7,7 im Vorjahr auf 7,3 zurück, für die Vergleichsgruppen anderer Branchen lagen die Multiplikatoren aber höher als zum vorangegangenen Stichtag bzw. als im Transaktionspreis berücksichtigt.

Laufende Erträge aus Finanzanlagen: Höhere Zinsansprüche aus Gesellschafterdarlehen

2013/2014 erzielten wir LAUFENDE ERTRÄGE AUS FINANZANLAGEN SOWIE KREDITEN UND FORDERUNGEN von 4,2 Millionen Euro. Das sind 2,3 Millionen Euro weniger als zuvor (6,5 Millionen Euro). Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte ein Sondereffekt von 4,3 Millionen Euro diese Position verzerrt: Eine Gesellschaft, über die die Erfolgsbeteiligung der Investments einer Fondsgesellschaft des DBAG Fund IV abgewickelt wird, hatte 2012/2013 eine Ausschüttung geleistet. Diese Ausschüttung hatte (ergebniserhöhend) zu laufenden Erträgen von 4,3 Millionen Euro geführt, aber auch (ergebnismindernd) zu einer ausschüttungsbedingten Abschreibung dieser Gesellschaft in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Gewinnausschüttungen aus dem Portfolio (u. a. Dividenden) summierten sich 2013/2014 auf rund 2,2 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Millionen Euro). Die Zinsansprüche aus Gesellschafterdarlehen, die im Vorjahr und im Geschäftsjahr 2013/2014 im Zuge von Akquisitionsfinanzierungen vergeben worden waren, betrugen 2013/2014 knapp 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: 0,2 Millionen Euro).

Erträge aus Fondsverwaltung und -beratung: Anstieg aus neuem Buy-out-Fonds

Die ERTRÄGE AUS DER FONDSVERWALTUNG UND -BERATUNG betragen 21,7 Millionen Euro (Vorjahr: 18,9 Millionen Euro). Sie sind gestiegen, weil wir 2013/2014 erstmals für ein volles Jahr Erträge für die Beratung des DBAG Fund VI vereinnahmen konnten. Im Vorjahr war dies erst ab Beginn der Investitionsperiode im Februar 2013 der Fall. Aus einem älteren DBAG-Fonds erhielten wir eine erfolgsabhängige Vergütung (1,2 Millionen Euro); dies ist ein nicht regelmäßig wiederkehrender Sondereffekt. Gegenläufig hat sich ausgewirkt, dass die Verwaltungserträge aus dem DBAG Fund V planmäßig weiter zurückgegangen sind. Die Verwaltungserträge des DBAG Expansion Capital Fund sanken ebenfalls: Angesichts des nicht planmäßigen Investitionsfortschritts haben wir uns mit den Investoren auf eine Verlängerung der Investitionsperiode und eine Verringerung der Verwaltungsvergütung verständigt.

ERTRÄGE AUS DER FONDSVERWALTUNG UND -BERATUNG

in Mio. €

ERTRÄGE AUS DER FONDSVERWALTUNG UND -BERATUNG

Vergütung der Fondsverwaltung und -beratung

Die Erträge aus der Fondsverwaltung und -beratung sind üblicherweise vom Volumen der DBAG-Fonds abhängig; erfolgsabhängige Vergütungen zahlt nur der DBG Fonds I. Die Erträge gehen mit jeder Veräußerung aus dem Fondsportfolio zurück, sofern die Investitionsperiode des Fonds beendet ist. Ein Anstieg der Erträge ist erst mit der Auflegung eines neuen DBAG-Fonds zu erwarten, falls dieser Nachfolgefonds ein größeres Volumen hat als der aktuell investierende Fonds.

Entwicklung der Übrigen Ergebnisbestandteile

Ermittlung erfolgsabhängiger Vergütungen

Der PERSONALAUFWAND erhöhte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 von 13,8 Millionen Euro um 2,7 Millionen Euro auf 16,5 Millionen Euro. Zwei Bestandteile dieses Postens veränderten sich im Vorjahresvergleich wesentlich. Die Verringerung der Anzahl der Vorstandsmitglieder führte zu einem Rückgang der Festvergütungen; deutlich höher fiel hingegen nach den erfolgreichen Veräußerungen der Aufwand für die Vergütungen aus, die an den Investitionserfolg gekoppelt sind. 2013/2014 wurden dafür 4,2 Millionen Euro zurückgestellt, nach 0,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Außerdem wurden angesichts des im Vergleich zum Vorjahr besseren Ergebnisses auch höhere Rückstellungen für Vergütungen gebildet, die sich am Erfolg der Gesellschaft im Geschäftsjahr orientieren (4,3 Millionen Euro, nach 3,5 Millionen Euro im Vorjahr).

Die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGE lagen mit 9,8 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 5,7 Millionen Euro. Den größten Teil dieses Postens machten mit 7,6 Millionen Euro Erstattungen von Aufwendungen für das Prüfen von Beteiligungsmöglichkeiten aus; die DBAG kann diesen Aufwand aus ihrer Verwaltungs- und Beratungsfunktion den DBAG-Fonds weiterbelasten. Die DBAG-Fonds tragen im jeweiligen Investitionsverhältnis einen Teil der Aufwendungen, die mit der Prüfung jener Beteiligungsmöglichkeiten einhergehen, die nicht in eine Transaktion münden. Die Erträge aus der Weiterbelastung sind gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Millionen Euro gestiegen. 1,1 Millionen Euro dieses Postens gehen auf die Erstattung von Umsatzsteuer der Vorjahre zurück. 2012/2013 hatte es keine solche Erstattung gegeben.

Der Aufwand für die Prüfung von Beteiligungsmöglichkeiten bildete wieder den größten Posten unter den SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN (21,2 Millionen Euro, Vorjahr: 18,2 Millionen Euro). Die – zum Teil an die DBAG-Fonds weiterbelastbaren – transaktionsbezogenen Beratungs- und Prüfungskosten fielen mit 10,9 Millionen Euro um 3,8 Millionen Euro höher aus als 2012/2013 (7,1 Millionen Euro); der Unterschied erklärt zugleich weitgehend den Anstieg der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Zweitgrößte Position in diesem Posten ist das Managemententgelt, das die DBAG für ihren Co-Investmentanteil am DBAG Fund VI zahlt. Erstmals wurde es für ein ganzes Jahr berücksichtigt und fiel deshalb mit 2,7 Millionen Euro höher als im Vorjahr (1,9 Millionen Euro) aus; der Betrag ist in den Erträgen aus der Fondsverwaltung und -beratung enthalten. Die weiteren größeren Positionen blieben weitgehend konstant: Allgemeine Beratungskosten betrugen wiederum 1,4 Millionen Euro, die Raumkosten 1,1 Millionen Euro, nach 1,0 Millionen im Vorjahr. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist zudem eine Vielzahl kleinerer Positionen für Aufwendungen im Rahmen des operativen Geschäftsbetriebs erfasst.

Das ZINSERGEBNIS spiegelt den weiteren Zinsverfall risikoarmer Anlagen wider. Es ist mit 0,3 Millionen Euro noch immer niedrig (Vorjahr: 0,1 Millionen Euro). Der ZINSERTRAG erreichte 0,4 Millionen Euro (Vorjahr: 0,9 Millionen Euro). Zu dem Rückgang haben niedrigere Zinsen aus der Wertpapieranlage (0,1 Millionen Euro niedriger als 2012/2013) beigetragen. Wesentlich für den Unterschied war aber ein Sondereffekt: Im Vorjahr waren 0,4 Millionen Euro des Zinsertrags auf eine irrtümliche Steuererstattung zurückzuführen, die noch im gleichen Geschäftsjahr korrigiert worden war. Entsprechend ist auch die Veränderung des ZINSAUFWANDS um 0,6 Millionen Euro (0,2 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013/2014, nach 0,8 Millionen Euro ein Jahr zuvor) durch diesen Effekt zu erklären. Um weitere 0,3 Millionen Euro wurde der Zinsaufwand durch höhere erwartete Erträge des Pensionsvermögens entlastet. Dem steht allerdings gegenläufig ein Verlust in vergleichbarer Höhe entgegen, der das Sonstige Ergebnis belastet. Hintergrund ist eine Änderung der Rechnungslegung.

ZEHN-JAHRES-ÜBERSICHT ZU ERTRAGSDATEN
in Mio. € 2004/052005/062006/072007/082008/092009/102010/112011/122012/132013/14
Ergebnis Beteiligungsgeschäft* 51,8 114,4 165,0 -53,4 31,8 53,2 -4,5 51,3 41,0 54,5
Übrige Ergebnisbestandteile** -6,4 -23,5 -9,3 -1,9 -9,4 -15,5 -15,4 -4,0 -7,3 -6,0
EBIT 41,6 89,1 150,8 -60,5 20,4 36,8 -23,0 46,2 33,6 48,2
EBT 42,3 90,9 155,6 -55,3 22,4 37,6 -19,9 47,0 33,8 48,5
Konzernergebnis 41,3 82,7 136,5 -51,1 19,6 34,1 -16,6 44,5 32,3 47,8
Sonstiges Ergebnis***         -2,3 -3,3 0,7 -6,2 -3,7 -6,4
Gesamtergebnis         17,3 30,8 -15,9 38,3 28,6 41,4
Konzernbilanzgewinn 35,5 57,2 118,2 29,2 52,6 73,1 37,3 70,8 86,7 118,1
Eigenkapitalrendite je Aktie in % 20,0 36,4 56,2 -17,5 7,3 12,7 -6,2 16,7 11,5 15,8

* Bewertungs- und Abgangsergebnis sowie Laufende Erträge aus Finanzanlagen
** Saldo der übrigen Aufwands- und Ertragsposten; bis einschl. GJ 2007/2008 „Sonstiges Ergebnis“, ab GJ 2012/2013 einschl. Erträge aus Fondsverwaltung und -beratung
*** Seit dem GJ 2009/2010 werden versicherungsmathematische Gewinne / Verluste des Planvermögens über das „Sonstige Ergebnis“ direkt im Eigenkapital erfasst.

 

FINANZLAGE

Gesamtbewertung: Solide Finanzlage sichert Handlungsfähigkeit

Die Finanzlage des Konzerns ist nach unserer Ansicht weiterhin solide. Die Finanzmittel (flüssige Mittel und verzinsliche Wertpapiere) reichen aus, um die für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus geplanten Investitionsvorhaben zu finanzieren. Die Finanzmittel sind möglichst sicher und zugleich so angelegt, dass sie kurzfristig zur Finanzierung von Investitionsvorhaben verfügbar sind. Entsprechend niedrig ist allerdings die Rendite, die wir im gegenwärtigen Finanzmarktumfeld mit ihnen erwirtschaften.

Besonderheiten bei der Bewertung der Finanzsituation: Unregelmäßige Zahlungsströme prägen Cashflow

Die wesentlichen Zahlungsvorgänge in unserem Geschäft werden üblicherweise durch eine kleine Anzahl von Beteiligungskäufen und -verkäufen ausgelöst. Daraus folgen unregelmäßige und nur schwer prognostizierbare Zahlungsströme. Mit unserem Finanzmanagement stellen wir uns darauf ein: Kurz- bis mittelfristig disponieren wir mit vorhandener Liquidität. Gegebenenfalls können wir auch Kredite aufnehmen. Langfristig steuern wir die Höhe des Eigenkapitals über Ausschüttungen, Aktienrückkäufe (wie 2005, 2006 und 2007) oder gegebenenfalls Kapitalerhöhungen (2004).

Die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Finanzmittel von 150,7 Millionen Euro (davon 112,4 Millionen Euro Wertpapiere staatlicher deutscher Emittenten und zu einem geringeren Teil festverzinsliche Wertpapiere von Banken mit einem Rating nach Standard & Poor´s von mindestens „A“) stehen für künftige Investitionen zur Verfügung. Die Investitionszusagen an der Seite des DBAG Fund VI und des DBAG Expansion Capital Fund betragen rund 199 Millionen Euro (31. Oktober 2014). Das bedeutet heruntergerechnet auf vier Jahre rund 50 Millionen Euro pro Jahr. Wir wollen den Liquiditätsbedarf daraus aus vorhandenen Finanzmitteln und Rückflüssen aus der Realisierung von Beteiligungen decken.

Cashflow: Höherer Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Die INVESTITIONS- UND DESINVESTITIONSTÄTIGKEIT führte 2013/2014 zu einem Mittelzufluss von 70,8 Millionen Euro (Vorjahr: 18,7 Millionen Euro). Er ergibt sich aus dem Saldo von Auszahlungen für Investitionen in das Portfolio und Einzahlungen aus dem Abgang von Unternehmensbeteiligungen.

Die Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen von 90,8 Millionen Euro (Vorjahr: 60,4 Millionen Euro) stammten 2013/2014 ganz überwiegend aus Rückflüssen nach erfolgreichen Beteiligungsverkäufen: Homag Group AG, Dr. Vogler und (jeweils indirekt) DBG Eastern Europe und Harvest Partners IV, insgesamt 84,1 Millionen Euro. Der größte Anteil daran entfällt auf die Veräußerung der Beteiligung an der Homag Group AG; nach Veräußerungen aus dem Portfolio des DBG Eastern Europe sowie aus dem Portfolio des Harvest Partners IV, zwei älteren ausländischen Buy-out-Fonds, flossen der DBAG 2,3 Millionen Euro zu. Weitere Mittelzuflüsse ergaben sich aus der Rückführung eines Gesellschafterdarlehens, das wir zur Finanzierung der Beteiligung an der FDG S.A. vergeben hatten. Die Gesellschaft konnte sich aufgrund ihrer guten wirtschaftlichen Entwicklung refinanzieren und das Darlehen sowie aufgelaufene Zinsen zurückzahlen, insgesamt 3,2 Millionen Euro. Außerdem wurden Garantieeinbehalte aus früheren Veräußerungen frei (2,1 Millionen Euro).

Die Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen erreichten 20,0 Millionen Euro (Vorjahr: 41,7 Millionen Euro). Sie betrafen den Erwerb von Anteilen an einem neuen Portfoliounternehmen (Unser Heimatbäcker, 9,9 Millionen Euro) und Investitionen in bestehende Beteiligungen: DNS:net und inexio erhielten weitere Tranchen zur Finanzierung des Wachstums; außerdem erhöhten wir unseren Anteil an inexio (insgesamt 3,9 Millionen Euro). In Romaco und Stephan Machinery (künftig: ProXES) investierten wir insgesamt 5,9 Millionen Euro, um Unternehmenskäufe zu finanzieren. Die Erhöhung des Wertpapierbestands löste (netto) einen Mittelabfluss von 33,9 Millionen Euro (Vorjahr: Mittelzufluss von (netto) 6,7 Millionen Euro) aus. Insgesamt betrug der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im vergangenen Geschäftsjahr 36,3 Millionen Euro (Vorjahr: 25,4 Millionen Euro).

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und das immaterielle Vermögen der DBAG beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf 0,7 Millionen Euro (Vorjahr: 0,3 Millionen Euro). Das Sachanlagevermögen einschließlich der immateriellen Vermögensgegenstände ist insgesamt unbedeutend und betrug zum Bilanzstichtag nahezu unverändert 1,5 Millionen Euro.

Der CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT belief sich wie im Vorjahr auf 16,4 Millionen Euro. Er betrifft ausschließlich die Dividendenzahlung.

Der negative CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT verbesserte sich um 10,6 Millionen Euro auf -1,4 Millionen Euro. Ein wesentlicher Geschäftsvorfall war die Rückführung eines Darlehens, das an eine Akquisitionsgesellschaft zur Zwischenfinanzierung einer neuen Beteiligung im vierten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres ausgereicht worden war („Schülerhilfe“, 8,9 Millionen Euro).

ZEHN-JAHRES-ÜBERSICHT ZU FINANZDATEN
in Mio. € 2004/052005/062006/072007/082008/092009/102010/112011/122012/132013/14
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -35,6 -4,1 -2,6 3,0 -3,5 -12,8 0,9 -9,6 -12,0 -1,4
Cashflow aus der Investitionstätigkeit* 132,2 168,8 65,0 3,8 19,6 -44,4 33,1 -18,2 18,7 70,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -57,1 -40,7 -71,4 -57,3 -5,5 -13,7 -19,1 -10,9 -16,4 -16,4
Veränderung der Liquidität** 39,5 124,0 -9,0 -50,5 10,6 -70,9 14,9 -38,8 -9,8 52,4

* Bereinigt um Cashflows aus dem Zu- und Abgang von Wertpapieren; ab GJ 2012 /2013 zusätzlich bereinigt um Cashflows aus Zu- und Abgang Sachanlagevermögen
** Finanzmittel: Flüssige Mittel sowie Kurzfristige und Langfristige Wertpapiere

 

VERMÖGENSLAGE

Gesamtbewertung: Vermögenszuwachs dank positiver Wertentwicklung des Portfolios

Das Konzernvermögen von 347,1 Millionen Euro (Vorjahr: 310,7 Millionen Euro) besteht im Wesentlichen aus dem Beteiligungsportfolio sowie den flüssigen Mitteln und den Wertpapieren. Die – zum Teil durch Veräußerungen realisierte – Wertentwicklung des Beteiligungsportfolios führte zu einem Vermögenszuwachs, der die Ausschüttung von 16,4 Millionen Euro übertraf. Mit Finanzmitteln von 150,7 Millionen Euro stehen mehr als 40 Prozent des Vermögens für die Erfüllung der Investitionszusagen an die DBAG-Fonds zur Verfügung.

Vermögensstruktur: Veränderung nach Veräußerungen

Die LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE – überwiegend Finanzanlagen, Kredite und Forderungen sowie langfristige Wertpapiere – machen mit 243,9 Millionen Euro (Vorjahr: 233,6 Millionen Euro) 70 Prozent des Gesamtvermögens aus (Vorjahr: 75 Prozent). Die Zusammensetzung dieser Bilanzposten hat sich insbesondere aufgrund der Veräußerung der größten Beteiligung im Portfolio (Homag Group AG) zulasten der Finanzanlagen geändert. Die LANGFRISTIGEN WERTPAPIERE, die überwiegend aus Wertpapieren staatlicher deutscher Emittenten mit einer Laufzeit von bis zu sechs Jahren bestehen, erhöhten sich um 30,5 Millionen Euro auf 81,0 Millionen Euro; kurz- und mittelfristig nicht benötigte liquide Mittel aus dem Rückfluss nach erfolgreichen Veräußerungen wurden in Wertpapiere investiert. Die SONSTIGEN LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE (0,4 Millionen Euro, zuvor 0,9 Millionen Euro) enthielten zum Stichtag ausschließlich Körperschaftsteuerguthaben.

BILANZSTRUKTUR

in Mio. €

BILANZSTRUKTUR

Die KURZFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE beliefen sich zum Stichtag auf 103,2 Millionen Euro und liegen damit über dem Vorjahreswert (77,1 Millionen Euro). Dieser Anstieg geht auf einen höheren Bestand an flüssigen Mitteln (38,3 Millionen Euro, nach 19,8 Millionen Euro im Vorjahr) sowie höhere Sonstige kurzfristige Vermögenswerte zurück. Diese lagen nach 11,4 Millionen Euro im Vorjahr nun bei 18,5 Millionen Euro; Grund waren die gestiegenen Forderungen gegen die DBAG-Fonds aus der Weiterbelastung von Aufwendungen und aus Beratungsleistungen.

Portfoliowert: Niedriger nach Veräußerung der größten Beteiligung

Der Wert der Beteiligungen des Konzerns spiegelt sich in den Bilanzposten Finanzanlagen sowie Kredite und Forderungen wider. Die beiden Posten beliefen sich am 31. Oktober 2014 zusammengenommen auf 161,0 Millionen Euro (Vorjahr: 180,9 Millionen Euro). Die Summe besteht aus den Beteiligungen an 19 Unternehmen und ausländischen Private-Equity-Fonds im Wert von 153,1 Millionen Euro („Portfoliowert“, Vorjahr: 172,7 Millionen Euro) sowie Anteilen an Gesellschaften, deren Wertansatz überwiegend dem Fremdbesitz zuzuordnen ist. Letztere sind mit einem Wert von 8,0 Millionen Euro im Bilanzposten enthalten.

Gegenüber dem Geschäftsjahresbeginn verringerte sich der Wert des Beteiligungsportfolios 2013/2014 durch Abgänge, Teilabgänge und Rückflüsse aus Fondsbeteiligungen um 58,3 Millionen Euro. Dazu beigetragen hat vor allem die Veräußerung der Anteile an der Homag Group AG (56,0 Millionen Euro).

Die Investitionen in neue und in bestehende Portfoliounternehmen (20,0 Millionen Euro) sowie der Wertzuwachs des fortgeführten Portfolios (21,3 Millionen Euro) konnten den Rückgang des Portfoliowertes durch Abgänge, Teilabgänge und Rückflüsse aus Fondsbeteiligungen nicht kompensieren.

Portfoliostruktur: Zehn Beteiligungen stehen für 78 Prozent des Portfoliovolumens

Die Bewertungsmethode ist im Konzernanhang dargestellt

Wir bewerten unsere Beteiligungen vierteljährlich zum beizulegenden Zeitwert („Zeitwert“, „Marktwert“). Die jeweiligen Bewertungsansätze gehen in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ein.

Auf die folgenden zehn Unternehmen entfielen zum 31. Oktober 2014 rund 78 Prozent des Portfoliovolumens (IFRS-Wert)7.

UnternehmenAnschaffungskosten
in Mio. €
Anteil DBAG
in %
BeteiligungsartBranche
Broetje-Automation GmbH 5,6 18,8 MBO Maschinen- und Anlagenbau
Clyde-Bergemann-Gruppe 9,2 15,7 MBO Maschinen- und Anlagenbau
Formel D GmbH 10,4 15,1 MBO Industriedienstleistung
Grohmann GmbH 2,1 25,1 Wachstum Maschinen- und Anlagenbau
Heytex Bramsche GmbH 6,4 17,1 MBO Industriedienstleistung
Romaco GmbH 11,2 18,7 MBO Maschinen- und Anlagenbau
Schülerhilfe 9,8 17,8 MBO Bildung
Spheros GmbH 13,9 15,7 MBO Maschinen- und Anlagenbau
Stephan Machinery GmbH („ProXES“) 5,9 18,8 MBO Maschinen- und Anlagenbau
Unser Heimatbäcker GmbH 9,9 15,6 MBO Konsumgüter

Auf Basis der Bewertungen zum jüngsten Stichtag ergibt sich folgende Struktur des Portfolios. Grundlage der Darstellung ist das zuvor erwähnte „Portfolio“. Auch die Gliederung des Eigenkapitals nach dem Verschuldungsgrad der Portfoliounternehmen basiert auf diesem Portfolio, allerdings sind Beteiligungen an ausländischen Buy-out-Fonds sowie Beteiligungen an Gesellschaften, über die Rückbehalte für Garantien aus veräußerten Engagements gehalten werden, nicht berücksichtigt (Nettoverschuldung 2014 und EBITDA 2014 gemäß Erwartung der Portfoliounternehmen zum 30. September 2014).


PORTFOLIOWERT NACH BEWERTUNGSANSATZ

in %

Portfoliowert nach Bewertungsansatz

PORTFOLIOWERT NACH NETTOVERSCHULDUNG/ EBITDA DER PORTFOLIOUNTERNEHMEN

in %

PORTFOLIOWERT NACH NETTOVERSCHULDUNG/ EBITDA DER PORTFOLIOUNTERNEHMEN

PORTFOLIOWERT NACH REGIONEN

in %

PORTFOLIOWERT NACH REGIONEN

PORTFOLIOWERT NACH BRANCHEN

in %

PORTFOLIOWERT NACH BRANCHEN

Kapitalstruktur: Keine Bankverbindlichkeiten

Der DBAG-Konzern finanzierte seine Aktivitäten im Geschäftsjahr 2013/2014 aus vorhandenen Finanzmitteln, also flüssigen Mitteln und verzinslichen Wertpapieren, unterlegt durch eine sehr hohe Eigenkapitalquote. Zum 31. Oktober 2014 wies der Konzern ein Eigenkapital von 303,4 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor hatte es 278,4 Millionen Euro betragen; davon wurden 16,4 Millionen Euro als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Das Eigenkapital zum 31. Oktober 2014 ist im Geschäftsjahr 2013/2014 durch weitere versicherungsmathematische Verluste aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 6,7 Millionen Euro verringert worden. Wir haben die Verpflichtungen auf Basis des aktuellen Zinsniveaus neu bewertet. Die EIGENKAPITALQUOTE ist mit 87,4 Prozent (Vorjahr: 89,6 Prozent) unverändert sehr hoch.

Das LANGFRISTIGE FREMDKAPITAL lag zum 31. Oktober 2014 mit 20,1 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 13,8 Millionen Euro. Der Posten enthält vor allem Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern und Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern erhöhten sich um 0,3 Millionen Euro auf 10,4 Millionen Euro. Sie betreffen einen Beteiligungsfonds, der gemeinsam mit dem DBAG Fund IV investiert hat; an diesem Fonds halten mittelbar auch Vorstandsmitglieder und eine ausgewählte Gruppe von Mitarbeitern Anteile. Diese Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz unter den „Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern“ ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen betrugen 9,4 Millionen Euro (Vorjahr: 3,4 Millionen Euro). Um diesen Betrag übersteigt der Barwert der Pensionsverpflichtungen den Wert des Planvermögens. Wir haben die Unterdeckung auch in diesem Jahr – anders als in den Geschäftsjahren bis 2011/2012 – nicht durch eine Zuführung zum Planvermögen ausgeglichen. Wir wollen die Verfügbarkeit der entsprechenden Mittel für den Fall höherer Zinsen und einer möglichen Überdeckung erhalten.

Das KURZFRISTIGE FREMDKAPITAL betrug zum Stichtag 23,6 Millionen Euro (Vorjahr: 18,4 Millionen Euro). Die Rückstellungen für noch nicht ausgezahlte erfolgsabhängige Vergütungen beliefen sich auf 12,6 Millionen Euro (Vorjahr: 8,5 Millionen Euro). Nach wie vor hat der Konzern keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Finanzmittelbestand: Deutlicher Anstieg nach Veräußerungen

Der Konzern verfügte zum 31. Oktober 2014 über Finanzmittel von 150,7 Millionen Euro. Sie bestehen aus zwei Komponenten: aus Flüssigen Mitteln in Höhe von 38,3 Millionen Euro und aus weiteren 112,4 Millionen Euro, die unter den Kurzfristigen Vermögenswerten in der Position KURZFRISTIGE WERTPAPIERE (31,4 Millionen Euro) und unter den Langfristigen Vermögenswerten in der Position LANGFRISTIGE WERTPAPIERE (81,0 Millionen Euro) ausgewiesen werden. Es handelt sich jeweils um Wertpapiere deutscher staatlicher Emittenten. Um das Zinsergebnis zu verbessern, ohne die Risikoposition zu verändern, haben wir flüssige Mittel in Anleihen mit variabler Verzinsung und einer Laufzeit zwischen zwei und drei Jahren investiert. Diese Anleihen bieten aufgrund ihrer Bindung an den Geldmarktzinssatz üblicherweise ein hohes Maß an Liquidität bei geringen Kursrisiken; ein Teil dieser Anleihen hatte zum Stichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Finanzmittel erhöhten sich im Lauf des Geschäftsjahres 2013/2014 um 52,3 Millionen Euro. Größere Zahlungsströme lösten Rückflüsse aus veräußerten Beteiligungen sowie die Investitionen und die Ausschüttung aus.

ZEHN-JAHRES-ÜBERSICHT ZUR BILANZ
in Mio. € 31.10.201431.10.201331.10.201231.10.201131.10.201031.10.200931.10.200831.10.200731.10.200631.10.2005
Finanzanlagen 135,0 166,8 150,7 93,5 129,9 137,2 138,3 209,6 121,5 198,9
Wertpapiere/
flüssige Mittel
150,7 98,3 105,8 155,6 140,7 124,0 105,2 155,8 164,7 40,7
Übrige
Vermögenswerte
61,4 45,6 42,5 30,8 45,5 27,0 28,7 29,1 33,8 26,6
Eigenkapital 303,4 278,4 266,2 238,9 273,9 256,8 244,8 353,6 289,0 246,6
Fremdkapital/
Rückstellungen
43,7 32,3 32,8 41,0 42,2 31,5 27,4 40,8 31,1 19,7
Bilanzsumme 347,1 310,7 299,0 279,9 316,1 288,3 272,3 394,4 320,1 266,3

 

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN
MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG DES VORSTANDS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG UND ZIELERFÜLLUNG (SOLL-IST-VERGLEICH)
 Ist 2012 / 2013Prognose 2013 / 2014Ist 2013 / 2014
Konzernergebnis 32,3 Mio. € Da kein Ergebnisbeitrag aus Homag Group AG geplant: deutlich unter Vorjahr 47,8 Mio. €, davon Ergebnisbeitrag Homag Group AG 25,6 Mio. € (einschl. Dividende)
Rendite auf das Eigenkapital je Aktie 11,5 % bei Eigenkapitalkosten von 8,1 % Erreicht Eigenkapitalkosten 15,8 % bei angenommenen Eigenkapitalkosten von 8,0 %
Ergebnis Beteiligungsgeschäft 41,0 Mio. € Da kein Ergebnisbeitrag aus Homag Group AG geplant: deutlich unter Vorjahr 54,5 Mio. €, davon Beitrag aus Homag Group AG 25,6 Mio. € (einschl. Dividende)
Ergebnisbeitrag des nicht börsennotierten Portfolios 7,7 Mio. € Deutlich über Vorjahr 25,7 Mio. €
Netto-Kostenquote 2,5 % Unter 3 % und leicht unter Vorjahr 0,7 %
Personalaufwand 13,8 Mio. € Ohne erfolgsabhängige Vergütungen leicht unter Vorjahr Ohne erfolgsabhängige Vergütungen 12,4 Mio. €
Erträge aus der Fondsverwaltung und -beratung 18,9 Mio. € Leicht über Vorjahr 21,7 Mio. €, davon 1,2 Mio. € erfolgsabhängige Vergütung Fonds I (nicht planbar)
Sonstige betriebliche Erträge (ohne Erträge aus Fondsverwaltung und -beratung) 5,7 Mio. € Stark vom Transaktionsgeschäft abhängend, in der Größenordnung des Vorjahres 9,8 Mio. € wegen höherer Weiterbelastungen transaktionsbezogener Beratungskosten
Sonstige betriebliche Aufwendungen (einschl. Abschreibungen) 18,2 Mio. € Leicht unter Vorjahr wegen Wegfalls von zwei Einmaleffekten 21,2 Mio. € wegen höherer transaktionsbezogener Beratungskosten
Zinsergebnis 0,1 Mio. € Zinsergebnis unverändert 0,3 Mio. € (Einfluss von IAS 19)
Finanzmittelbestand 98,3 Mio. € Ohne Veräußerungen am Ende des Geschäftsjahres niedriger 150,7 Mio. €, davon aus Veräußerungen 90,8 Mio. €
Investitionen 44,5 Mio. € 50 Mio. € 20,0 Mio. €

Die Prognose aus dem Januar 2014 wurde mit Ausnahme der Investitionen in allen Punkten erreicht bzw. zum Teil deutlich übererfüllt. Das gilt auch für die zentrale Erfolgsgröße, die Rendite auf das Eigenkapital je Aktie. Mit 15,8 Prozent übertraf sie den Prognosewert deutlich, obwohl die Rendite durch – nicht planbare – versicherungsmathematische Verluste aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen um rund 2,6 Prozentpunkte belastet wurde.

FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Rendite übertrifft Eigenkapitalkosten deutlich: Konzern-Eigenkapital je Aktie steigt im Geschäftsjahr 2013/2014 um 15,8 Prozent

Die Rendite auf das Konzern-Eigenkapital je Aktie ist unsere zentrale Erfolgsgröße. Sie gibt Auskunft darüber, in welchem Maß die Wertentwicklung der Portfoliounternehmen über eine Veränderung der Finanzanlagen und das Ergebnis aus dem Fondsberatungsgeschäft zu einer Veränderung des Konzern-Eigenkapitals beigetragen haben. Im vergangenen Geschäftsjahr erhöhte sich das Konzerneigenkapital je Aktie um 1,82 Euro, obwohl eine Dividende von 1,20 Euro gezahlt wurde. Die Rendite des Konzern-Eigenkapitals je Aktie erreichte damit 15,8 Prozent. Sie beruht auf einem Konzernergebnis von 47,8 Millionen Euro. Das für die Ermittlung der Rendite maßgebliche Gesamtergebnis betrug 41,4 Millionen Euro; das Gesamtergebnis 2013/2014 enthält einen versicherungsmathematischen Verlust in Höhe von 6,7 Millionen Euro. Mit 15,8 Prozent übertrifft die Rendite des Konzern-Eigenkapitals die von uns angesetzten Eigenkapitalkosten von 8,0 Prozent (Vorjahr: 11,5 Prozent bzw. 8,1 Prozent).8

KONZERNERGEBNIS in Mio. €
UND EIGENKAPITALRENDITE JE AKTIE in %

KONZERNERGEBNIS in Mio. € UND EIGENKAPITALRENDITE JE AKTIE in %

Unser Geschäft ist stark von unregelmäßigen Geschäftsvorfällen (Investitionen in Unternehmensbeteiligungen und deren Veräußerung) geprägt. Es ist auch wesentlich von äußeren Faktoren bestimmt, die wir nicht beeinflussen beeinflussen können (zum Beispiel Konjunktur- oder Kapitalmarktentwicklung). Veränderungen der Bewertungsverhältnisse können Wertzuwächse der Portfoliounternehmen, die durch höhere Margen oder eine bessere strategische Positionierung ausgelöst wurden, vorübergehend überlagern. Deshalb bewerten wir den Unternehmenserfolg anhand der durchschnittlichen Rendite auf das Konzern-Eigenkapital über längere Zeiträume. In den zehn zurückliegenden Geschäftsjahren (2004/2005 bis 2013/2014) erreichten wir eine Konzern-Eigenkapitalrendite nach Steuern von durchschnittlich 15,3 Prozent. Das sind gut sieben Prozentpunkte mehr als die durchschnittlichen Kosten des Konzern-Eigenkapitals; sie betrugen nach unserer Berechnung – mit Ausnahme des Berichtsjahres – jeweils zwischen sieben und neun Prozent.

Wertentwicklung: Total Return von 236 Prozent seit 31. Oktober 2004

Unter Berücksichtigung der ausgeschütteten Dividenden und Sonderdividenden ergibt sich auf Basis des Eigenkapitals je Aktie in den zehn Jahren zwischen dem 31. Oktober 2004 und dem Ende des zurückliegenden Geschäftsjahres eine Wertsteigerung um insgesamt 236 Prozent; das entspricht einer jährlichen Wertsteigerung von 12,8 Prozent über diesen Zehn-Jahres-Zeitraum.9 Der Total Return ist eine wichtige Kennziffer zur Erfolgsbeurteilung börsennotierter Private-Equity-Gesellschaften und ermöglicht über längere Zeiträume einen Vergleich mit anderen Eigenkapitalinvestitionen, zum Beispiel der Entwicklung von Aktienindizes oder Aktienfonds.

Bewertung der Aktie: Kurs häufig höher als Wert des Eigenkapitals

Unsere Investor-Relations-Aktivitäten haben unter anderem das Ziel, eine faire Bewertung unserer Aktie zu erreichen. Bei der Betrachtung börsennotierter Private-Equity-Gesellschaften wird dies meistens an der Differenz des Aktienkurses zum jeweiligen Wert des Eigenkapitals je Aktie gemessen, ohne dass dabei differenziert würde, ob die jeweilige Gesellschaft ausschließlich Unternehmensbeteiligungen hält oder – wie die DBAG – zusätzlich substanzielle Erträge aus der Fondsverwaltung und -beratung erzielt. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde unsere Aktie an rund der Hälfte der Handelstage mit einem Aufschlag von bis zu zwölf Prozent auf diesen Wert gehandelt, an gut 45 Prozent der Handelstage schloss die Aktie um bis zu fünf Prozent unter dem Eigenkapital je Aktie. Lediglich an 18 Handelstagen lag der Abschlag zwischen fünf und maximal acht Prozent.

Mitarbeiter: Identifikation und Leistungswille prägende Merkmale der Unternehmenskultur

Zu den wichtigen Merkmalen unserer Unternehmenskultur zählen Leistungsorientierung und ein teamorientiertes Arbeitsverständnis: Wir legen großen Wert auf einen respektvollen Umgang – miteinander und mit unseren Geschäftspartnern. Im Arbeitsalltag achten wir auf eine hohe Professionalität und stabile Prozesse. Dabei nutzen wir unsere überschaubaren Strukturen und kurzen Entscheidungswege. Sie haben den Vorteil, dass der Vorstand mit den meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (im Folgenden: „Mitarbeiter“) regelmäßig Kontakt hat und zum Beispiel das Ausmaß der Mitarbeiterzufriedenheit nicht über Kennziffern, sondern im täglichen Umgang erfahren kann.

Das Beteiligungsgeschäft erfordert von den Mitarbeitern ein hohes Maß an Belastbarkeit. Der damit verbundene Einsatz setzt eine hohe IDENTIFIKATION mit der Aufgabe voraus. Um diese zu fördern, kommunizieren wir direkt, halten unsere Hierarchien flach und arbeiten in einer auf Teamarbeit basierenden Projektorganisation. Wir übertragen rasch Verantwortung und Zuständigkeiten.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, eine Kultur zu pflegen, die die LOYALITÄTder Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen weiter stärkt. Ein Maßstab dafür ist die Betriebszugehörigkeit: Sie beträgt bei den Investmentmanagern und den Mitgliedern der Geschäftsleitung durchschnittlich mehr als acht Jahre (Vorjahr: neun Jahre). Die Fluktuation bei den Mitarbeitern der Deutschen Beteiligungs AG ist niedrig: Sie beträgt im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre weniger als fünf Prozent jährlich; 2013/2014 haben vier Mitarbeiter das Unternehmen verlassen – das entspricht einer Quote von rund sieben Prozent.10

 Anzahl der MitarbeiterAnzahl der AbgängeFluktuationsquote in %
Geschäftsjahr 2013/14 58 4 6,9
Im Durchschnitt der Geschäftsjahre 2009/19 bis 2013/14 52 3 5,8
Im Durchschnitt der Geschäftsjahre 2004/05 bis 2013/14 52 2 3,8

Der Erfolg unseres Unternehmens hängt maßgeblich von den fachlichen und persönlichen Qualifikationen unserer Mitarbeiter auf allen Ebenen und in allen Bereichen unseres Unternehmens ab. Die Mitglieder unseres Investmentteams müssen in der Lage sein, die richtigen Unternehmen für eine Beteiligung zu identifizieren; sie müssen die vorhandenen Potenziale erkennen und das Management der Unternehmen dazu bewegen, diese Potenziale zu erschließen. Schließlich müssen sie den Prozess der gewinnbringenden Realisierung unserer Beteiligungen steuern. Diese Aufgaben erfordern neben fundiertem Management- und Branchenwissen ausgeprägte Führungs- und Motivationsqualitäten, Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz.

An diesen Kompetenzen – der fachlichen und der persönlichen – arbeiten wir regelmäßig. So nahmen auch im vergangenen Geschäftsjahr mehr als drei Viertel der Mitarbeiter an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Bei der Auswahl der Maßnahmen versuchen wir, dem individuellen Entwicklungsbedarf des Einzelnen Rechnung zu tragen.

Mitarbeiterstruktur: Hohe Ausbildungsquote

Zum 31. Oktober 2014 beschäftigte die DBAG (ohne die Mitglieder des Vorstands) 26 Mitarbeiterinnen und 25 Mitarbeiter, insgesamt also 51 Personen und somit zwei mehr als zum Vorjahresstichtag. Außerdem beschäftigen wir fünf Auszubildende; das entspricht einer Ausbildungsquote von neun Prozent (Vorjahr: sechs Auszubildende, Quote elf Prozent). Das Durchschnittsalter betrug 38,0 Jahre (Vorjahr: 39,0 Jahre). Nicht enthalten in den genannten Zahlen sind drei Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter, die sich am Stichtag in Elternzeit befanden.

 2013/142012/13
Zahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) 56 55
davon Vollzeit 46 45
davon Teilzeit 5 4
davon Auszubildende 5 6
Personal- und Sozialaufwand in Mio € 11,4 9,7

Während des vergangenen Geschäftsjahres boten wir 14 Studierenden (Vorjahr: ebenfalls 14) die Möglichkeit, im Rahmen eines mehrmonatigen Praktikums Einblicke in die Aufgaben eines Investmentmanagers oder Investor-Relations-Managers zu gewinnen. Das Angebot richtet sich bevorzugt an Studierende, die vor dem Abschluss ihres Studiums stehen. Wir nutzen dieses Instrument, um die DBAG als interessanten Arbeitgeber zu präsentieren. Mit unserem beständigen Geschäftsmodell, einer von ausgesprochen partnerschaftlichem Umgang geprägten Unternehmenskultur und attraktiven Arbeitsbedingungen ist es uns wiederum gelungen, sehr gut qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.

Vergütung: Leistungsanreiz über variable Komponenten

Das Vergütungssystem der Deutschen Beteiligungs AG ist darauf ausgerichtet, Leistung zu fördern und den Leistungsträgern – neben einem attraktiven Arbeitsplatz – auch einen wirtschaftlichen Anreiz für eine dauerhafte Bindung an das Unternehmen zu bieten. Dazu beteiligt die DBAG ausgewählte Mitarbeiter in branchenüblichem Umfang am jährlichen Unternehmenserfolg.

Die Vergütung setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Bestandteilen zusammen sowie aus Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Zu den erfolgsbezogenen Bestandteilen des im Wesentlichen seit mehr als zehn Jahren unveränderten Systems gehört ein Bonus, der den Geschäftserfolg der DBAG und individuelle Leistungen honoriert. Tantiemesysteme zur Beteiligung der Teammitglieder am Erfolg der Investments der DBAG entfalten eine langfristige Anreizwirkung.

Als börsennotierte Gesellschaft bietet die DBAG aktiven und ehemaligen Beschäftigten Mitarbeiteraktien an. Im vergangenen Geschäftsjahr nutzten 69 Prozent (Vorjahr: 71 Prozent) das Angebot.

Transaktionsmöglichkeiten: Hoher Anteil an proprietärem Dealflow

Unser Netzwerk ermöglicht es uns, neben der Teilnahme an Bieterwettbewerben (Auktionen) auch direkt Zugang zu potenziellen Portfoliounternehmen zu erhalten und uns Beteiligungsmöglichkeiten zu erschließen (proprietärer Dealflow). So waren 2013/2014 knapp 30 Prozent der Beteiligungsmöglichkeiten auf direkte Kontakte zurückzuführen – entweder sind Gesellschafter auf uns zugekommen oder wir haben den direkten Kontakt gesucht. Im vorangegangenen Geschäftsjahr war diese Quote mit 35 Prozent etwas höher.

2013/2014 konnten wir uns mit 299 Beteiligungsmöglichkeiten befassen; 182 davon betrafen potenzielle MBOs, 117 zielten auf eine Wachstumsfinanzierung. Gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr mit 316 Beteiligungsmöglichkeiten ist dies ein leichter Rückgang. Die Quote der Transaktionsmöglichkeiten, die nach einer ersten Sichtung weiterverfolgt wurden, ging von 93 auf 84 Prozent zurück.

BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN

BETEILIGUNGSMÖGLICHKEITEN

Nachhaltigkeit: Beachtung in der DBAG und in den Portfoliounternehmen

Unternehmenssteuerung / Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen wir in den operativen Prozessen der DBAG wie auch in den Portfoliounternehmen, sofern wir darauf als Miteigentümer Einfluss nehmen können. Aus dem Blickwinkel der Unternehmenssteuerung haben wir darauf verwiesen, dass ESG-Aspekte als eine Ausprägung des Nachhaltigkeitsgedankens Bestandteil unseres Analyse- und Entscheidungsprozesses sind. Sichtbar wird unser Verständnis von einer verantwortungsvollen Unternehmensführung unter anderem an einem sich im Alltag bewährenden und leistungsfähigen Chancen- und Risikomanagement, einer stabilen Mitarbeiterstruktur sowie an einer offenen Kommunikation mit den Aktionären der Gesellschaft.

Darüber hinaus beteiligt sich die DBAG am Carbon Disclosure Project (CDP). Diese Non-Profit-Organisation hat das Ziel, dass Unternehmen ihre Umweltdaten veröffentlichen, etwa zu klimaschädlichen Treibhausgasemissionen. Die jüngste Auswertung (Daten des Jahres 2013) ergab eine deutliche Verbesserung der Position innerhalb des CDP-Bewertungsschemas. Mit 81 Punkten im sogenannten Climate Disclosure Score (von 100, Vorjahr: 51 Punkte) schnitt die DBAG weit besser ab als der Durchschnitt der S-Dax-Unternehmen (52 Punkte); die DBAG wurde 2014 als „Best Improver“ unter 160 bewerteten deutschen Aktiengesellschaften ausgezeichnet.

ESG-Aspekte sind uns auch bei der Beteiligungsauswahl wichtig. Wir prüfen in der Due Diligence, ob die Zielunternehmen den Standards moderner Umwelt-, Sozial- und Governance-Anforderungen genügen. Dies erhöht die Attraktivität der Portfoliounternehmen für potenzielle Käufer. Weil wir darauf hinwirken, dass die Wertsteigerung der Portfoliounternehmen nach vier bis sieben Jahren zu einem attraktiven Preis realisierbar ist, wollen wir uns ausschließlich an Geschäftsmodellen beteiligen, die nach unserer Einschätzung solchen modernen Umwelt-, Sozialund Governance-Anforderungen genügen und eine langfristig gesunde Perspektive haben.

Insbesondere werden vor dem Eingehen von Beteiligungen ESG-bezogene Chancen und Risiken evaluiert und dokumentiert. Basierend auf diesen Erkenntnissen streben wir während unseres Engagements im Rahmen unserer Möglichkeiten als Miteigentümer der Portfoliounternehmen eine Verbesserung geeigneter ESG-Leistungsfaktoren an. Dazu überwachen wir die ESG-Entwicklung der Portfoliounternehmen über die gesamte Haltedauer einer Beteiligung. Im vergangenen Geschäftsjahr erreichten wir, dass auch Unternehmen, die schon länger zum Portfolio gehören, eine eigene ESG-Richtlinie verabschieden.

Stiftung: Soziales und kulturelles Engagement der DBAG

www.dbag-stiftung.de

Die „Gemeinnützige Stiftung der Deutschen Beteiligungs AG“ wurde im Oktober 2010 gegründet und anerkannt. Sie markiert den Grundstein für ein dauerhaftes soziales und kulturelles Engagement der DBAG. Zentrales Anliegen der Stiftung ist es, aktive und ausgeschiedene Mitarbeiter aktueller und ehemaliger Portfoliounternehmen der Deutschen Beteiligungs AG und deren Angehörige in Notlagen zu unterstützen. Daneben fördert die Stiftung Kunst und Kultur im Großraum Frankfurt am Main. Wir betrachten das soziale und kulturelle Engagement der DBAG als einen Beitrag dazu, die gute Reputation der Gesellschaft zu festigen und auszubauen.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Stiftung ein Projekt beendet und zwei neue erstmals gefördert. Das Stiftungsvermögen haben wir durch eine Zustiftung um 20 Tausend Euro erhöht.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Konzern der Deutschen Beteiligungs AG ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses zusammengefassten Lageberichts nach Auffassung des Vorstands in einer sehr guten wirtschaftlichen Verfassung.

Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2013/2014 mit einem Konzernergebnis von 47,8 Millionen Euro und einer Rendite auf das Eigenkapital je Aktie von 15,8 Prozent ein sehr gutes Ergebnis. Es basiert auf der überwiegend plangemäßen Entwicklung der Portfoliounternehmen und zwei erfolgreichen Unternehmensveräußerungen, aber auch auf der Verbesserung der Erträge aus dem Management und der Beratung von Private-Equity-Fonds. Sie bilden eine solide Basis für die Deckung eines wesentlichen Teils der Kosten des Geschäftsbetriebs.

Unverändert ist der Konzern solide kapitalisiert: Er verfügt über einen hohen Bestand liquider Mittel und hat keine Finanzschulden.

 

1 „Mehr Vertrauen in Marktprozesse – Jahresgutachten 2014/2015“, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wiesbaden, November 2014; Frühjahrs- und Herbstprojektion 2014 der Bundesregierung, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin, April/Oktober 2014; World Economic Outlook, International Monetary Fund, New York, Januar/Oktober 2014
2 Private-Equity-Transaktionen werden von der amtlichen Statistik nicht gesondert erfasst. Angaben zur Marktentwicklung beruhen daher meist auf Darstellungen der Branchenverbände oder von Marktteilnehmern, die auf Angaben der Mitglieder und auf öffentlich verfügbare Informationen zurückgreifen. Quelle: Der deutsche Beteiligungsmarkt im 1. Halbjahr 2014, Tab. 1, Seite 6, Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK), Berlin, August 2014.
3 Quelle: „Der Transaktionsmarkt in Deutschland, 1. Halbjahr 2014“; Ernst & Young, Juli 2014
4 Summe aus investierten Mitteln der DBAG-Fonds und der DBAG sowie den offenen Investitionszusagen
5 Von Veräußerungserfolgen abhängige Vergütungen
6 Zum aktuellen Stichtag trifft das auf die Beteiligung Unser Heimatbäcker zu; darüber hinaus werden drei weitere ältere und insgesamt kleine Beteiligungen mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
7 Vgl. Fußnote 3 auf Seite 8; die Beteiligungen sind ungeachtet ihres jeweiligen Wertansatzes alphabetisch geordnet.
8 Zur Berechnung wird von dem Konzern-Eigenkapital je Aktie zum vorhergehenden Stichtag (31. Oktober 2013: 20,36 Euro) die im Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende je Aktie abgezogen (1,20 Euro). Auf diesen Betrag (19,16 Euro) beziehen wir das Konzern-Eigenkapital je Aktie zum 31. Oktober 2014 von 22,18 Euro.
9 Die Berechnung unterstellt eine Wiederanlage der im Geschäftsjahr ausgeschütteten Dividenden und Sonderdividenden in das Eigenkapital je Aktie jeweils zum Ende des zweiten Quartals eines Geschäftsjahres (30. April); die Ausschüttung erfolgt üblicherweise Ende März.
10 In der Berechnung werden Auszubildende, Mitarbeiter mit befristetem Vertrag und Mitarbeiter, die in den Ruhestand treten, nicht berücksichtigt.